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Verzögerungstaktik der Verteidigung - noch kein Urteil

Das Urteil gegen den Unternehmer Rolf Erb ist am Donnerstagmorgen am Bezirksgericht Winterthur nicht wie vorgesehen eröffnet worden.

Es wurden Einziehungsfragen diskutiert. Dabei ging es um die Einziehung von Vermögenswerten von Erbs Partnerin und der beiden Kinder. Die drei waren Anfang Februar als Nebenparteien in den Prozess einbezogen worden. Die Programmänderung ist die Folge einer wirksamen juristischen Verzögerungstaktik der Verteidigung. Ob am Donnerstag doch noch ein Urteil gegen Erb bekanntgegeben wird, wurde aus den Ausführungen des Gerichtspräsidenten nicht klar. Deutlich wurde dagegen, wie verärgert dieser war. Angesichts der «offensichtlichen Obstruktion» im aktuellen Prozess könne der mittlerweile immense Umfang der Unterlagen nicht erstaunen, sagte er. Erb wird der Urkundenfälschung, des gewerbsmässigen Betrugs und der Gläubigerschädigung beschuldigt. Als Chef der weltweit tätigen Erb-Gruppe soll er zwischen 1998 und 2003 Jahresabschlüsse manipuliert haben, um die Banken über die schlechte Finanzlage des Konzerns zu täuschen. 2003 brach das Unternehmen zusammen. Der Beschuldigte selbst weist jede Schuld von sich. Die Verteidigung verlangt denn auch einen Freispruch. Die auf Wirtschaftsdelikte spezialisierte Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich dagegen verlangt eine zehnjährige Freiheitsstrafe. Das ist für solche Delikte die Höchststrafe. Notiz an die Redaktion: Die Verhandlung vor dem Bezirksgericht Winterthur dauert an. Die sda ist vor Ort.

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