Zum Hauptinhalt springen

Versicherung will keine Rücknahme der Kündigung: Zu Recht?

Die Antwort auf eine Leserfrage zum Krankenkassenwechsel.

Infrage käme höchstens ein Antrag auf Neuversicherung: Krankenversicherungskarten im Kreditkartenformat. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Infrage käme höchstens ein Antrag auf Neuversicherung: Krankenversicherungskarten im Kreditkartenformat. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Letzten Herbst habe ich mich zum Wechsel der Krankenversicherung hinreissen lassen. Der Berater füllte die Kündigungsformulare für unsere bestehenden Versicherungen gleich selber aus, die ich dann unterschrieb. Darunter befand sich auch die Zusatzversicherung für die kieferorthopädischen Behandlungen meines Sohnes. Mir war nicht bewusst, dass ein Wechsel bei laufender Behandlung nicht möglich ist. Als ich dies vor ein paar Monaten realisierte, wollte ich meine Kündigung widerrufen. Die Versicherung stieg darauf aber nicht ein. Darf sie sich weigern, obwohl der Vertrag erst Ende dieses Jahres ausläuft?

Ja. Da es sich um eine Zusatzversicherung handelt, ist die Kündigung gültig, sobald sie bei der Versicherung eingeht. Ihrem Wunsch nach Rücknahme der Kündigung muss die Versicherung nicht entsprechen. Sie hat auch kein Interesse daran, zumal sich Ihr Sohn bereits in einer kieferorthopädischen Behandlung befindet und damit regelmässige Kosten verursacht. Infrage käme höchstens ein Antrag auf Neuversicherung. Dann aber würde die bisherige Versicherung genau wie jede andere einen Vorbehalt für bestehende Leiden anbringen. Ergo würden die Zahnkorrekturen Ihres Sohnes trotzdem nicht mehr bezahlt.

----------

Senden Sie uns Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht an rechtundkonsum@tages-anzeiger.ch.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch