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Valentin Chapero - ein Erfolgsmanager nimmt bei Sonova den Hut

Mit Valentin Chapero tritt ein erfolgreicher Manager zurück.

Unter seiner Leitung entstand innert knapp neun Jahren aus der Nummer drei im Hörgerätemarkt die weltweite Nummer eins. Der Umsatz von Sonova wurde mehr als verdreifacht. Im Herbst 2002 übernahm Valentin Chapero von Andy Rihs die Geschäftsleitung der damaligen Phonak. Rihs hatte zuvor vorübergehend die Führung übernommen und beschränkte sich dann wieder auf das Verwaltungsratspräsidium. Als Chapero begann, schrieb das Unternehmen noch rote Zahlen, unter der Leitung des in Deutschland aufgewachsenen Spaniers ging es aber rasant aufwärts. Im Geschäftsjahr 2006/07 erzielte Phonak bereits einen Umsatz von über einer Milliarde Franken - dies war doppelt soviel wie bei Chaperos Amtsantritt. Dann folgte eine Zäsur: Die geplante Übernahme des dänischen Hörgeräteherstellers GN Resound scheiterte im April 2007 am Veto der deutschen Wettbewerbsbehörden. Der Zukauf hätte den auf Sonova umgetauften Konzern zum Weltmarktführer für Hörgeräte vor William Demant (Dänemark) und Siemens (Deutschland) gemacht. Dieses Ziel erreichte Sonova wenig später auch ohne GN Resound. Im Geschäftsjahr 2008/09 war der Konzern aus Stäfa ZH erstmals umsatzstärkster Hörgerätehersteller der Welt. Rücktritt vom Rücktritt Ein weiterer Wachstumsschub folgte vor gut einem Jahr. Sonova übernahm die auf Innenohr-Implantate spezialisierten US-Firmen Advanced Bionics und InSound Medical. Die Übernahme von Advanced Bionics sorgte letzlich für den Rücktritt von Chapero, Andy Rihs und des Sonova-Finanzchefs: Sonova musste diesen März wegen Problemen bei der US-Tochterfirma die Prognosen senken. Der Konzern ging dabei allerdings nicht nach den Börsenregeln vor, was nun zum Führungswechsel geführt hat. Chapero hatte schon früher mit dem Gedanken gespielt, den Chefposten aufzugeben. Ursprünglich wollte er Ende März 2010 zurücktreten. Diesen Plan liess er aber im Sommer 2009 wieder fallen. Der Spanier mit Jahrgang 1956 genoss bisher einen guten Ruf: In einer von Wirtschaftsjournalisten erstellten Rangliste der Schweizer Manager belegte er letztes Jahr den zehnten Platz.

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