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Zurich will bis zu 380 Kaderleute entlassen

Den Kadermitarbeitern des Versicherungskonzerns steht ein unangenehmes Monatsende bevor, insbesondere denjenigen am Hauptsitz am Zürcher Mythenquai.

Aderlass am Mythenquai: Der Hauptsitz des Konzerns in Zürich.
Aderlass am Mythenquai: Der Hauptsitz des Konzerns in Zürich.
Gaëtan Bally, Keystone

Der Versicherungskonzern Zurich soll straffer und mit weniger Personal geführt werden. So will es der neue Chef Mario Greco. Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, sollen bis zu 380 Kaderleute degradiert oder entlassen werden. In den letzten drei Augusttagen sollen die betroffenen Mitarbeiter über ihre Zukunftsaussichten im Konzern in Kenntnis gesetzt werden. Die Zeitung beruft sich dabei auf Bestätigungen von mehreren involvierten Personen.

Insgesamt sollen bei Zurich bis Ende übernächsten Jahres 8000 Stellen gestrichen werden. Der Hebel wird laut dem Bericht zuerst am Hauptsitz am Zürcher Mythenquai angesetzt. Von den weltweit 1900 Kadermitarbeitern, die über den eigentlichen Geschäftseinheiten angesiedelt sind, arbeiten 1300 in der Schweiz. Da der geplante Abbau 10 bis 20 Prozent entsprechen soll, trifft es den Hauptsitz in Zürich am stärksten. Ohne Angaben konkreter Zahlen heisst es seitens des Unternehmens, dass es durch den Abbau der Komplexität weniger Leute für die Führung und Koordination des Konzerns brauche.

Der schnelle Erfolg

Der straffe Zeitplan für die Reorganisation geht auf das Konto von Mario Greco. Der 57-jährige Italiener, der bereits von 2007 bis 2012 bei Zurich einen hohen Posten innehatte – erst war er Chef der Lebens- und danach der Schadensversicherungssparte – und seit dem Frühling als CEO amtet, müsse die aufgeblähten Kosten im Eiltempo unter Kontrolle bringen. Anfang September soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Porträt von Mario Greco, aufgenommen am 9. August 2016. (Keystone/Gaëtan Bally)

Doch Greco habe noch weitere Sparziele vor Augen, zum Beispiel die Reiseausgaben. Gemäss «NZZ am Sonntag» seien Zurich-Manager jetzt öfter in Telefon-, Web- oder Videokonferenzen zu sehen als beim Check-in. Auch Verträge für externe Berater stünden auf dem Prüfstand. Ausserdem habe Zurich über 300 Verträge mit Zulieferern neu verhandelt, die IT entschlackt und die Zahl der Rechenzentren reduziert.

Ab November will Greco die neue Strategie des Konzerns präsentieren. Deshalb muss er rasch gute Resultate liefern. Diesen Zielen entsprechend zitiert die Zeitung einen hochrangigen Schweizer Versicherungsmanager, der Greco gut kenne: «Er weiss, wie man strukturiert. Jetzt braucht er den schnellen Erfolg.»

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