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ZKB profitiert von Finanzkrise - Hypotheken werden billiger

Als Folge der Finanzkrise sind der Zürcher Kantonalbank neue Gelder zugeflossen. Sie setzt diese laut «Sonntag» auch zur Vergünstigung der Hypozinsen ein.

Die ZKB hat im ersten Halbjahr 2008 einen Neugeldzufluss von rund sieben Milliarden Franken verzeichnet. Das ist rund zehn Mal mehr als im Vorjahr, wie ZKB-Präsident Urs Oberholzer in einem Interview mit dem «Sonntag» sagte. «In bewegten Zeiten ist die ZKB als Staatsbank und sicherer Hafen für Anlagegelder besonders gefragt», erklärte er.

Der ausserordentliche Mittelzufluss im Zuge der Finanzkrise hat der ZKB eine Hypothekarkampagne ermöglicht. Statt die Mittel bei anderen Banken anzulegen, wolle die ZKB diese Gelder zur Vergünstigung von Wohnbauten im Wirtschaftsraum Zürich einsetzen, sagte der ZKB-Präsident. In den letzten vier Monaten seien über 3'000 ZKB-Kunden in den Genuss einer vergünstigten ZKB-Hypothek gekommen.

Steuerhinterziehung darf nicht sein

Oberholzer betonte im weiteren, dass sich eine Staatsbank wie die ZKB keine Geschäfte leisten könne, bei denen auch nur der geringste Verdacht auf Steuerhinterziehung bestehe. Er sei ein engagierter Verfechter des Bankgeheimnisses. Die Steuerhinterziehung hingegen gelte es klar zu verurteilten.

Was jetzt mit der UBS in den USA passiere, zeige, welch fatale Konsequenzen eine solche Steueraffäre haben könne, und zwar nicht nur für die UBS. Betroffen sei jetzt der ganze Finanzplatz, sagte Oberholzer. Die Steuerhinterziehung sei längst kein Erfolg versprechendes Business-Modell mehr. «Und ob die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug gegenüber ausländischen Steuerbehörden auf die Dauer haltbar ist, möchte ich zumindest bezweifeln», fügte er hinzu.

Für höhere Eigenmittelquote

Die Forderung der Eidgenössischen Bankenkommission, wonach das Investmentbanking mit mehr Eigenmittel unterlegt werden muss, unterstützt der ZKB-Präsdient. Es sei wichtig, dass eine Bank über genügend Eigenkapital verfüge. Die Stossrichtung der EBK sei deshalb richtig. Die Grossbanken seien für den Finanzplatz Schweiz sehr wichtig, doch brauche es eine schärfere Regulierung. Er teile die Einschätzung von Professor Rudolf Volkart von der Universität Zürich, dass das Risiko eines Grossbankenkollapses für die schweizerische Volkswirtschaft schlicht zu gross sei.

AP/oku

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