Zum Hauptinhalt springen

Zinssignal aus Frankfurt

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat mit überraschend deutlichen Worten den Weg für eine weitere Leitzinssenkung frei gemacht.

Jean-Claude Trichet: Der EZB-Chef sucht nach Möglichkeiten für eine Beruhigung der Märkte.
Jean-Claude Trichet: Der EZB-Chef sucht nach Möglichkeiten für eine Beruhigung der Märkte.
Keystone

Es sei möglich, dass der EZB-Rat in der kommenden Woche die Zinsen weiter senke, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) bei einem Besuch in Madrid. Seit der gemeinsamen Zinssenkung der wichtigsten internationalen Zentralbanken Anfang Oktober seien die Inflationsrisiken weiter gesunken. Dagegen schwäche sich das Wirtschaftswachstum ab, sagte Trichet. Der EZB-Rat entscheidet über den Leitzins am Donnerstag in einer Woche. Experten rechnen mit einer weiteren Kappung des Schlüsselzinssatzes.

Geht das Fed morgen voran?

Die US-Notenbanker treffen sich bereits morgen Dienstag für zwei Tage. Allgemein wird mit einer Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte auf 1 Prozent gerechnet. Allerdings machten auch Spekulationen die Runde, wichtige Notenbanken der Welt könnten wegen der Finanzmarktkrise erneut in einer konzertierten Aktion die geldpolitischen Zügel lockern.

Zum ersten Mal seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten die wichtigsten Zentralbanken, darunter auch die EZB, Anfang Oktober die Zinsen in einer konzertierten Aktion gesenkt. Der Leitzins im Euro-Raum wurde auf um 0,5 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent verringert.

AP/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch