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Wo geflogen wird – und wo nicht

Der Flugverkehr hat sich nach der Aufhebung der Sperre in der Schweiz noch nicht normalisiert. In Europa ist jede zweite Maschine wieder in der Luft. Ein Überblick vom 20. April gegen 14 Uhr.

Das Verkehrsaufkommen sei gering, sagte Urs Ryf von Skyguide. Die Lage sei komplex, jedes Flugzeug habe einen speziellen Flugplan. Daher könne vorerst nur die halbe Kapazität ausgeschöpft werden. Das Bazl hielt fest, dass die Staaten derzeit unterschiedlich reagierten. Einige würden den Luftraum nur teilweise öffnen. Für den Schweizer Luftraum sei dies nicht sinnvoll, er sei zu klein für eine Differenzierung.

Die zuständigen EU-Minister hatten sich am Montag darauf geeinigt, die Massnahmen von der Dichte der Wolke abhängig zu machen. Der Luftraum wird eingeteilt in Verbotszonen sowie unbedenkliche und mittlere Zonen, wobei die Staaten für die mittleren Zonen Sicherheitsmassnahmen ergreifen können.

95'000 Flüge ausgefallen

Die Flugsicherungsbehörde Eurocontrol teilte in Brüssel mit, dass am Dienstag rund 14'000 der normalerweise 27'500 Flüge planmässig abgewickelt werden könnten. Die Deutsche Flugsicherung verlängerte ihr Verbot zunächst bis Dienstag 20.00 Uhr, Sichtflüge sind aber weiterhin möglich. Nach fünftägigem Stillstand waren am Dienstag 75 Prozent des Luftraums über dem europäischen Festland wieder offen. Ausgenommen bleibt Grossbritannien, wo das Flugverbot auch am Dienstag in Kraft bleiben sollte. In Deutschland waren für Dienstag 700 bis 800 Sichtflüge angemeldet, wie der Sprecher der Flugsicherung, Klaus Raab, gegenüber N24 erklärte. Dies entspreche etwa sieben Prozent des normalen Verkehrsaufkommens.

Eurocontrol aktualisierte unterdessen seine Bilanz der Flugausfälle nach dem Vulkanausbruch auf Island. Seit Donnerstag vergangener Woche fielen demnach mehr als 95'000 Flüge aus. Die meisten Belastungen gab es am Samstag und Sonntag, als der Luftverkehr zu mehr als 75 Prozent stillgelegt war.

In Paris hob auf dem Airport Charles de Gaulle am Dienstag die erste Maschine seit fünf Tagen ab, und zwar Richtung New York. Es werde aber noch Tage dauern, bis sich der Luftverkehr völlig normalisiert habe, teilten die Behörden mit. Auch andere Länder öffneten ihren Luftraum. Erhebliche Einschränkungen bestanden aber weiter in Grossbritannien.

Eurocontrol gab auch Entwarnung für den Fall eines neuen Vulkanausbruchs auf Island. Die Wetterbedingungen seien nicht so schlecht wie in der Vorwoche, so dass sich eine neue Aschewolke nicht wieder für Tage über den europäischen Kontinent legen würde.

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