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Wie sich Uber mit Lobbying durchboxt

Uber-Chef Travis Kalanick nutzt ungeniert die konventionellen Hebel der politischen Maschinerie.

Ein Taxifahrer protestiert im kalifonischen Sacramento gegen den Fahrdienst Uber. Foto: Reuters
Ein Taxifahrer protestiert im kalifonischen Sacramento gegen den Fahrdienst Uber. Foto: Reuters

Apple kam jahrelang ohne Lobbyfirma aus, und auch Google hielt sich politische Einflüsterer lange Zeit auf Distanz. Doch Uber setzt seit eh und je auf ein intensives Lobbying und hofft so, drohende Betriebsverbote abwenden zu können.

Einen besonders guten Ruf hat Uber unter neoliberalen Politikern und Tea-Party-Vertretern. So ist der republikanische Jungsenator aus Florida, Marco Rubio, ebenso ein Anhänger des Fahrvermittlungsdienstes wie der selbst ­ernannte «Steuer-Killer» Grover Norquist. Beide sehen Uber als Firma, die ihre politischen Ziele teilt. «Heute gibt es zwei politische Parteien/Bewegungen in Amerika», richtete Norquist kürzlich via Twitter aus, «die eine ist Uber, die andere ist die Steuerbehörde. Entscheide dich.» Die Rhetorik spiegelt die Philosophie von Ayn Rand, einer der Säulenheiligen der US-Neoliberalen von Alan Greenspan bis hin zu Uber-Chef Travis Kalanick. Dieser hatte sein Twitter-Konto zeitweise mit dem Rand-Werk «Der ewige Quell» illustriert und bestätigt, dass er sich von deren Auf­fassung eines egoistischen Kapitalismus leiten liess.

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