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Wie Google mit einem Video Millionen verdiente

Der US-Internetkonzern hat mit seinem Umsatz im vergangenen Jahr erstmals die Schwelle von 50 Milliarden Dollar geknackt. Eindrücklich ist, wie Google zum Beispiel mit «Gangnam Style» Kasse macht.

Erfolgreicher Jahresabschluss: Google-Schriftzug am Firmensitz in New York.
Erfolgreicher Jahresabschluss: Google-Schriftzug am Firmensitz in New York.
Reuters

Konzernchef Larry Page ist mit dem 50-Milliarden-Umsatz zufrieden. Dies sei «keine schlechte Leistung in nur anderthalb Jahrzehnten» Unternehmensgeschichte, sagte er am Dienstag bei Vorlage der Geschäftszahlen für 2012.

Demnach profitierte Google insbesondere von guten Geschäften zum Jahresende. «Wir haben 2012 mit einem starken Quartal beendet», erklärte Page. Von Oktober bis Dezember sei der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar gestiegen. Im Gesamtjahr erhöhte sich der Gewinn um zehn Prozent. Google fuhr ein Plus von 10,74 Milliarden Dollar ein.

Noch deutlicher waren die Zuwachsraten beim Umsatz: Im letzten Quartal stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro, wie Google mitteilte. Im Gesamtjahr lag der Anstieg bei 32 Prozent, Google nahm 50,2 Milliarden Dollar ein. Die Google-Aktien legten nach Bekanntgabe der Ergebnisse um über fünf Prozent zu.

Einnahmen werden geteilt

Google dominiert den Markt für Suchmaschinenwerbung. Daneben verdient der Konzern unter anderem auch mit seinem Videoportal Youtube über Werbeeinblendungen. Allein das Musikvideo zum weltbekannten Hit «Gangnam Style» des südkoreanischen Rappers Psy bescherte Google über Youtube Werbeeinnahmen in Höhe von acht Millionen Dollar, wie Google mitteilte. Bis Mittwoch wurde das Video mehr als 1,23 Milliarden Mal angeklickt. Seit Veröffentlichung von «Gangnam Style» im Juli ist Psy zu internationaler Berühmtheit gelangt.

In dem Lied parodiert der Sänger, der mit echtem Namen Park Jae Sang heisst, das Leben im schicken Viertel Gangnam in Seoul. Der Tanz aus dem Clip, der an einen Reiter auf einem Pferd erinnert, wurde rund um die Welt von Fans in eigenen Videos sowie bei unzähligen Flashmobs imitiert.

Die Einnahmen teile Google mit den Schöpfern des Videos, wie das Unternehmen mitteilte. «Gangnam Style» war der erste Musikclip überhaupt, der kürzlich die Zahl von einer Milliarde Klicks auf Youtube erreicht hatte.

Pralle Pipeline bei Motorola

Mit dem jüngst übernommenen Handyhersteller Motorola plane Google, in den kommenden Monaten eine Reihe von Produkten auf den Markt zu bringen, sagte Finanzchef Patrick Pichette. Google habe bei Motorola «eine Produkt-Pipeline für zwölf bis 18 Monate», die abgearbeitet werde.

Google hatte 2012 die Übernahme der Handysparte von Motorola abgeschlossen. Zuvor hatte der traditionsreiche US-Telekommunikationskonzern sein Geschäft in einen Geschäftskundenbereich und eine Mobilfunksparte aufgespalten, die dann an Google verkauft wurde.

Erstmals eigene Smartphones

Konzernchef Page betonte die Wichtigkeit des Geschäftes mit Anwendungen für Smartphones und Tabletcomputer und den Geräten selbst für Google. Endgeräte seien für Google in den vergangenen Jahren «eine unserer grössten Wetten» gewesen - neben der Software, die mit diesen Geräten ausgeliefert werde.

Google hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe von eigenen Smartphones und Tabletcomputern auf den Markt gebracht. Gebaut wurden die Geräte aber von Herstellern wie Samsung oder LG. Die Handys und Flachcomputer wurden mit dem mobilen Google-Betriebssystem Android ausgestattet und möglichst optimal daran angepasst. Mit der Motorola Handy-Sparte kann Google nun eigene Smartphones entwickeln und bauen.

(sda/AFP)

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