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Weko ermittelt gegen die SDA

Die Wettbewerbskommission überprüft, ob die grösste Schweizer Nachrichtenagentur ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Mit ihrer Preispolitik soll sie Konkurrenten behindern, so der Vorwurf.

Die Wettbewerbskommission (Weko) eröffnet eine Untersuchung gegen die Schweizerische Depeschenagentur (SDA). Sie prüft die Preispolitik der SDA, insbesondere die Gleichbehandlung der Kunden. Es hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass das Preissystem der SDA darauf ausgerichtet sei, die Konkurrenz zu schwächen, sie aus dem Markt zu drängen und gleichzeitig Markteintritte anderer Nachrichtenagenturen in die Schweiz zu verhindern, wie die Weko in einer Medienmitteilung schreibt.

In diesem Zusammenhang stehen speziell die Rabattpolitik der SDA mit der Gewährung von Exklusivitätsrabatten sowie die Koppelung von Angeboten im Blickpunkt des Interesses. Ausserdem wird in der Untersuchung geprüft, ob mit dem Preissystem auch Kunden benachteiligt wurden oder werden. Die Weko will deshalb die Rabattpolitik der Agentur und die Vorgänge, die zur Einstellung des Dienstes der AP Schweiz geführt haben, genauer anschauen.

Die Stellungnahme der SDA

Die SDA nimmt vom Entscheid der Weko Kenntnis und sieht der Untersuchung gelassen entgegen, wie sie verlautbaren lässt. Die Eröffnung der Untersuchung stelle keinesfalls eine Vorverurteilung dar und könne auch nicht als Indiz für ein tatsächlich unzulässiges Verhalten der SDA gewertet werden, heisst es weiter. Die SDA glaubt nicht, mit ihrer Preis- und Rabattpolitik gegen das Kartellgesetz zu verstossen oder eine allfällige marktbeherrschende Stellung ausgenützt zu haben, da die Kunden über den Verwaltungsrat die Agentur kontrollieren.

Die Geschäftsleitung der SDA sichere der Weko die volle Unterstützung zu. Sie habe bereits im Rahmen der Vorabklärung sämtliche geforderten Angaben fristgerecht geliefert und volle Transparenz gewährt. Als nationale Nachrichtenagentur im Besitz der Schweizer Medien sei der SDA die Gleichbehandlung aller Medien und ein transparentes Tarifsystem sehr wichtig. Dieses müsse unabhängig von der jeweiligen Marktgrösse die Produktion von drei gleichwertigen Diensten in Deutsch, Französisch und Italienisch zu gleichen Preisen ermöglichen.

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