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Wegen Flugverbots: BMW stoppt Produktion

BMW muss die Autoproduktion in drei deutschen Werken einstellen, weil aufgrund des Flugverbots elektronische Bauteile fehlen. Auch andere Hersteller sind in Sorge.

Stillstand wegen Vulkanasche: Arbeiter im Werk in Dingolfing
Stillstand wegen Vulkanasche: Arbeiter im Werk in Dingolfing
Reuters

Im weltweit grössten BMW-Werk im niederbayerischen Dingolfing stehen die Bänder ab der Spätschicht am Dienstag still; am Mittwoch und Donnerstag ruht die Arbeit auch in den Werken Regensburg and München. Wie BMW-Sprecher Matthias Schmidt sagte, fällt damit die Produktion von 7000 Autos aus. Kunden müssten aber keine Verzögerungen befürchten. Der Rückstand solle aufgeholt werden, sobald die Teile wieder angeliefert werden könnten.

Bei Mercedes und Audi läuft die Fahrzeugproduktion momentan noch normal. «Derzeit haben wir keine Auswirkungen des Flugverbots, aber morgen kann das schon anders sein», sagte eine Daimler-Sprecherin in Stuttgart. Auch bei Zulieferern könnten bald Bauteile fehlen. «Unsere Logistiker suchen unter Hochdruck nach alternativen Anlieferungsmöglichkeiten», so die Sprecherin. Bei Audi gebe es derzeit keinerlei Beeinträchtigung; aber «wir müssen tageweise auf Sicht fahren», sagte Sprecher Joachim Cordshagen in Ingolstadt. Bei elektronischen Steuerteilen aus Übersee könnte es am ehesten zu Engpässen kommen.

Der Fabrikant Nissan kündigte für Mittwoch einen Produktionsstopp in den japanischen Autofabriken Oppama und Kyushu an. Weil Luftdrucksensoren aus Irland nicht eingeflogen werden könnten, könnten 2000 Autos nicht fertiggestellt werden, sagte Sprecher Sachi Inagaki in Tokio.

ddp/raa

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