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Was passiert mit dem Rest der Kuh?

Innereien, Knochen, Mageninhalt: Von geschlachteten Tieren wird mehr verwertet, als man denkt. Und was am Schluss übrig bleibt, verarbeitet eine Fabrik in Lyss zu Brennstoff.

Die Metzger auf den Schlachthöfen trennen die Fettstücke von Schweinen und Rindern ab und liefern sie in die Fettschmelze von Nutriswiss in Lyss, einer Tochterfirma der Centravo AG.
Die Metzger auf den Schlachthöfen trennen die Fettstücke von Schweinen und Rindern ab und liefern sie in die Fettschmelze von Nutriswiss in Lyss, einer Tochterfirma der Centravo AG.
zvg
Vor dem Zerkleinern passieren die Stücke einen Metalldetektor.
Vor dem Zerkleinern passieren die Stücke einen Metalldetektor.
zvg
...das getrocknete Tiermehl und das Tierfett werden als Brennstoffe verkauft. Aus dem Tierfett wird auch Bio-Diesel hergestellt, mit welchem die Lastwagen der Centravo betankt werden.
...das getrocknete Tiermehl und das Tierfett werden als Brennstoffe verkauft. Aus dem Tierfett wird auch Bio-Diesel hergestellt, mit welchem die Lastwagen der Centravo betankt werden.
sul
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Es ist ein umfangreiches Sortiment, das die Firma anpreist: Leber, Herz, Lunge, Niere, Blättermagen, Labmagen und Pansen vom Rind, dazu Ochsenmaul, Stierhoden sowie vom Schwein die Vorder- und Hinterfüsse, Zunge, Kopf ganz oder halb und so weiter. Alles «Swiss Qualität» und «für höchste Ansprüche». Doch die Waren der Swiss Nutrivalor sind hierzulande kaum gefragt. Deshalb werden sie in Innereien-freundlichere Gegenden exportiert, etwa nach China und Russland. Dass Innereien oder Augen in Schweizer Würsten landen, ist ein Mythos. Zu Cervelats werden nur Fleisch- und Fett-Abschnitte verarbeitet. Von einem geschlachteten Rind endet nur etwa ein Drittel auf Schweizer Tellern. Doch der Rest landet nicht im Abfall – im Gegenteil. Die Verwertungskette der sogenannten Schlachtnebenprodukte ist lang und ausgefeilt.

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