Valiant schliesst die Schalter in 64 Filialen

Bei der Berner Regionalbank müssen Ein- und Auszahlungen in vielen Filialen künftig am Automaten vorgenommen werden.

Modell für die Geschäftsstellen der Zukunft: Die digitale Valiant in Brugg AG.

Modell für die Geschäftsstellen der Zukunft: Die digitale Valiant in Brugg AG.

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Im Januar hat die Valiant ihre erste automatisierte Filiale eröffnet: Eine futuristische Geschäftsstelle mit Video-Beratung im aargauischen Brugg. Bis in fünf Jahren will die Bank nun in landesweit 64 der 84 weiteren Filialen das gleiche tun: Alle Standard-Prozesse wie Einzahlungen und Auszahlungen werden an Automaten delegiert. Einem Bankangestellten sitzt man nur noch gegenüber, wenn man einen Beratungstermin hat. Dies hat die Valiant heute im Rahmen ihres Halbjahresberichts bekannt gegeben.

Von den Schalterschliessungen sind 65 Valiant-Angestellte betroffen. Die Bank will sie jedoch weiterbeschäftigen: Rund die Hälfte von ihnen wird zu Kundenberatern umgeschult, die andere Hälfte soll im zentralen Kundencenter eingesetzt werden.

Zuerst Wohlen und Neuenegg

Die 20 Grössten Valiant-Filialen werden weiterhin über Schalter verfügen, etwa jene am Berner Bundesplatz. Nächstes Jahr werden die ersten drei Geschäftsstellen umgebaut, um mit dem neuen Modell Erfahrungen zu sammeln: Jene in Wohlen bei Bern, Neuenegg und Buchrain LU. Unter anderem müsse getestet werden, wie die Bank mit den Bargeldeinzahlungen der KMU und mit den Bankschliessfächern umgeht, sagte Valiant-Chef Markus Gygax gestern an einer Telefonkonferenz.

Mit der Schliessung der Schalter will die Valiant Kosten von 4 bis 5 Millionen Franken pro Jahr sparen. Sie begründet den Schritt auch damit, dass die Zahl der Transaktionen am Schalter in den letzten zwei Jahren um einen Viertel gesunken ist. Die restlichen drei Viertel der Transaktionen werden die Kunden in den ländlichen Filialen nun zwangsläufig am Automaten vornehmen müssen. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2017, 11:50 Uhr

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