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US-Senat: HSBC hat Kriminellen Zugang zum Finanzsystem erleichtert

In einem scharf formulierten Bericht hat der US-Senat der britischen HSBC die Öffnung des Finanzsystems für Terroristen, Drogendealer und Geldwäscher vorgeworfen.

Warnte: Senator Carl Levin.
Warnte: Senator Carl Levin.
Keystone

Die Grossbank soll ihren Filialen in Ländern wie Mexiko, Bangladesh und Saudiarabien erlaubt haben, Milliarden Dollar verdächtiger Herkunft ohne hinreichende Kontrollen in die USA zu schleusen.

In einer «Ära des internationalen Terrorismus, der Drogengewalt auf den Strassen und der organisierten Kriminalität» sei es zwingend, gegen illegale Geldflüsse vorzugehen, die solche Verbrechen finanzierten, erklärte Senator Carl Levin am Montag. HSBC habe ihre Filiale in den USA unter Umgehung der Regeln des Bankensystems genutzt, um anderen Zweigstellen Zugang zum US- Finanzmarkt zu geben.

Levin warnte, dass die Aufsichtsbehörden darüber nachdenken müssten, der Bank die Lizenz zu entziehen, wenn sie ihre eigenen Filialen nicht richtig kontrolliere.

Bank entschuldigte sich

HSBC reagierte umgehend auf den Bericht. «Wir gestehen ein, dass wir in der Vergangenheit manchmal die Standards nicht eingehalten haben, die Kontrolleure und Kunden erwarten», erklärte die Bank. Sie entschuldige sich für diese Fehler und versichere, die Verfehlungen zu korrigieren.

Zudem sagte die Bank zu, sich bei einer Anhörung am Dienstag dem Senat zu stellen. In Zukunft würde für alle Filialen weltweit ein einheitlicher Standard gelten, der sich an dem höchsten geltenden Standard orientiere, versicherte die Bank.

SDA/sam

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