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US-Firmen schaffen deutlich mehr Jobs

In den USA ist der Arbeitsmarkt als grösste Bremse der Wirtschaft im Aufwind: 188'000 neue Stellen wurden im Privatsektor im letzten Monat geschaffen – 28'000 mehr, als Analysten geschätzt hatten.

Viele sind auf Jobsuche: Demonstranten in New York.
Viele sind auf Jobsuche: Demonstranten in New York.
Reuters

Die US-Firmen haben im Juni deutlich mehr Jobs geschaffen als erwartet. Im Privatsektor entstanden 188'000 neue Stellen, wie die private Arbeitsvermittlung ADP mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten im Schnitt nur mit 160'000 gerechnet. Im Mai hatte das Plus bei 134'000 neuen Jobs und damit minimal unter der ersten Schätzung von 135'000 gelegen.

Keine Überraschungen zu erwarten

«Die Beschäftigung sollte langsam und allmählich an Dynamik gewinnen», sagte Analyst Sam Bullard von der US-Grossbank Wells Fargo. Für die am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten sei keine Überraschung zu erwarten.

Der Arbeitsmarktbericht der Regierung für Juni dürfte nach Expertenschätzungen ein Plus von 165'000 neuen Arbeitsplätzen ausserhalb der Landwirtschaft ausweisen. Im Mai waren 175'000 neue Jobs geschaffen worden.

Weniger Anträge auf Arbeitslosenhilfe

Wie aus anderen Daten hervorgeht, stellten zuletzt vergleichsweise wenig Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Die Zahl fiel in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge – und zwar um 5000 auf 343'000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 345'000 gerechnet.

Der Arbeitsmarkt gilt derzeit als grösste Bremse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Auch die US-Notenbank Fed schaut mit Argusaugen auf den Jobmarkt. Die Währungshüter haben bereits eine Kehrtwende für ihre konjunkturstützende Geldpolitik in Aussicht gestellt.

Ökonom Mark Zandi von Moody's Analytics, die gemeinsam mit ADP für die Job-Umfrage zuständig sind, geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote binnen eines Jahres auf 7,0 Prozent fallen dürfte. Im Sommer 2015 werde sie bei 6,5 Prozent liegen – im Vergleich zu 7,6 Prozent im Mai 2013.

Grosses Ungleichgewicht im Handel mit China

Derweil weitete sich das Handelsbilanzdefizit der USA im Mai weiter aus. Es lag mit 45 Milliarden Dollar deutlich höher als im April mit 40 Milliarden Dollar. Grund war, dass die Importe mit 1,9 Prozent stiegen, während die Exporte um 0,3 Prozent sanken.

Besonders extrem ist die Entwicklung im Handel mit China. Die Ausfuhren ins Reich der Mitte schrumpften um 2,3 Prozent, während die Einfuhren von dort mit 10,7 Prozent weit überdurchschnittlich zulegten. Damit kletterte das Handelsdefizit allein mit China auf knapp 28 Milliarden Dollar.

SDA/wid

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