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USA wollen Burger King & Co. den Riegel schieben

US-Firmen, welche durch Übernahmen und Fusionen versuchen, dem amerikanischen Fiskus zu entgehen, werden künftig härter angefasst.

Schlüpfte unter ein Konzerndach mit Sitz in Kanada: Burger King. (Archivbild)
Schlüpfte unter ein Konzerndach mit Sitz in Kanada: Burger King. (Archivbild)
Keystone

Die USA greifen künftig härter bei Unternehmen durch, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Bestimmte Steuertricks will das Finanzministerium sofort unterbinden.

Finanzminister Jacob Lew bezeichnete die Praxis als «unfaires Schlupfloch», das dringend geschlossen werden müsse. Erst Ende August hatte Burger King durch die Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons Furore gemacht.

Für mehr als 11 Milliarden Dollar schlüpfte der Fast-Food-Konzern unter ein Konzerndach mit Sitz in Kanada. Vor allem steuerliche Aspekte galten als Beweggründe des Deals. Die Unternehmenssteuerquote liegt in Kanada laut Daten der Wirtschaftsberatung KPMG bei 26,5 Prozent, in den USA sind es etwa 40 Prozent.

Die sogenannte Steuerinversion soll sich für Unternehmen dank der neuen Regeln finanziell künftig weniger lohnen und gestoppt werden. Länderübergreifende Fusionen müssten von «echten Geschäftsstrategien» angetrieben werden und nicht dem Wunsch, den Steuersitz in ein günstigeres Land zu verlegen, um US-Steuern zu meiden, sagte Lew.

«Eine Reihe grosser Unternehmen haben zuletzt Pläne angekündigt, dieses Schlupfloch auszunutzen», teilte Präsident Barack Obama mit. Dadurch würden verantwortungsvoll handelnde Firmen untergraben. Er sei froh, dass Lew nach Wegen suche, dem Trend entgegenzuwirken.

SDA/chk

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