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Tornos brechen die Umsätze weg

Auf die angekündigten Entlassungen folgt eine weitere Hiobsbotschaft: Im dritten Quartal schrumpften die Aufträge des Maschinenbauers Tornos um über 40 Prozent, der Umsatz sank um fast die Hälfte.

Versucht mit einem neuen Geschäftsmodell auf Kurs zu kommen: Tornos in Moutier.
Versucht mit einem neuen Geschäftsmodell auf Kurs zu kommen: Tornos in Moutier.
Keystone

Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im dritten Quartal gerade einmal noch neue Aufträge im Wert von 34 Millionen Franken einholen können. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 42,6 Prozent. Über die ersten neun Monate des Jahres betrachtet beträgt der Auftragsrückstand gegenüber dem Vorjahr 36,5 Prozent, wie aus einem Communiqué hervorgeht. Der tiefe Auftragsbestand wirkte sich auch auf den Umsatz aus: Dieser betrug von Juli bis September 31,5 Millionen Franken und lag 46,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Dies führte im dritten Quartal zu roten Zahlen: Der Betriebsverlust (Ebit) belief sich auf 8,3 Millionen Franken, wobei darin auch Kosten der im September angekündigten Unternehmensrestrukturierung enthalten sind. Diese haben massgeblich zum Betriebsverlust beigetragen, schreibt Tornos. So hätten Rückstellungen für Personalaufwendungen das Ergebnis mit 3,7 Millionen Franken belastet. Die Einführung der Kurzarbeit habe den Verlust nicht vollständig ausgleichen können.

Ungewisse Zukunft

Unter dem Strich resultiert schliesslich ein Verlust von 8 Millionen Franken. Das Unternehmen litt gemäss eigenen Angaben nebst dem geringeren Volumen auch am zunehmenden Wettbewerbsdruck und den Auswirkungen des starken Frankens auf die Verkaufspreise im Ausland. Im dritten Quartal 2011 hatte Tornos noch einen kleinen Gewinn geschrieben.

Das Unternehmen blickt denn auch in eine ungewisse Zukunft: Wie schon nach den Halbjahreszahlen angekündigt, werde die Gruppe den einst prognostizierten Jahresumsatz von 200 Millionen Franken nicht übertreffen und operativ rote Zahlen schreiben, hiess es. Aufgrund der schwachen Nachfrage und der ungewissen Entwicklung der Absatzmärkte sieht sich das Tornos-Management in dieser Einschätzung bestätigt.

Aktie verliert an Wert

Die Aktie des Werkzeugmaschinenherstellers hat nach Bekanntgabe des Quartalsergebnisses am Dienstagmorgen klar tiefer notiert. Das Papier verlor nach Handelsbeginn bis zu 2,75 Prozent an Wert, erholte sich aber gegen Mittag wieder und kostete um 11.15 Uhr bei praktisch unveränderten Kurs 5.44 Franken. Seit dem Jahreshoch bei 10.55 Franken im März hat die Tornos-Aktie damit aber fast die Hälfte an Wert eingebüsst.

Analysten hatten einen Betriebsverlust erwartet, sie sehen aber Fortschritte bei der Restrukturierung des Unternehmens.

SDA/kpn

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