Swisscom-Mitarbeiter wehren sich gegen Personalabbau

4000 Angestellte haben eine Petition gegen die Firmenpolitik unterschrieben.

Vor dem Bundeshaus: Mitglieder von syndicom übergeben das Bittgesuch. (24. September 2018)

Vor dem Bundeshaus: Mitglieder von syndicom übergeben das Bittgesuch. (24. September 2018)

(Bild: Keystone Patrick Hürlimann)

Die Mitarbeiter wehren sich mit einer Petition gegen den Abbau des Personals beim Schweizer Telekommunikationsunternehmen. Diese wurde am Montag Bundesrat und Parlament übergeben und verlangt ebenfalls die umgehende Anpassung der Eigentümerstrategie. Ein Personalabbau aus rein finanziellen Gründen führe zu grosser Unsicherheit in der Belegschaft und wirke sich negativ auf die Produktivität des Unternehmens aus, heisst es in einer Medienmitteilung der Gewerkschaft syndicom.

Grund für den rauen Wind, der dem Personal ins Gesicht blase, sei die Wertsteigerungs- und Gewinnerwartung des Bundes an die Swisscom. Die strategischen Ziele des Bundesrats hätten zur Folge, dass der Personalabbau bei der Swisscom vermehrt finanzpolitisch motiviert sein werde. Treiber der Abbaumassnahmen seien vermehrt die Erwartungen an den Finanzmärkten, sagte syndicom-Geschäftsleitungsmitglied Giorgio Pardini gemäss Redetext.

Ein Unternehmen wie die Swisscom habe sich stets durch Qualität und Innovation von ihren Mitbewerbern abzuheben. Dies sei nur mit motiviertem Personal möglich, so syndicom. Wenn die Swisscom weiterhin die politisch geforderten hohen Qualitätsstandards wahren wolle, müssten die Wertsteigerungs- und Gewinnerwartungen des Bundes «zwingend gesenkt werden».

fal/sda

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