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Swiss bittet Nobelpassagiere stärker zur Kasse

Ab nächster Woche zahlen Reisende in First- und Businessklasse auf Langstreckenflügen der Swiss höhere Zuschläge für Treibstoff. Mit der Anpassung ist die Fluggesellschaft nicht alleine.

Fliegen in der Businessklasse wird teurer: Eine Flight-Attendant serviert auf einem Swiss-Flug nach Chicago Getränke. (Archivbild)
Fliegen in der Businessklasse wird teurer: Eine Flight-Attendant serviert auf einem Swiss-Flug nach Chicago Getränke. (Archivbild)
Keystone

Ab dem 7. August bezahlen Reisende in der First- und Businessklasse bei den Treibstoffzuschlägen auf Langstreckenflügen mehr: die Nobelpassagiere müssen 60 Franken pro Streckenabschnitt mehr bezahlen. Damit steigt der Kerosinzuschlag für Interkontinentalflüge in beiden Klassen auf 252 Franken pro Strecke, wie Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Das heisst, für einen Hin- und Rückflug müssen die Reisenden künftig 120 Franken mehr Zuschlag hinblättern als bisher.

Aufatmen können Passagiere in der Holzklasse: Der Treibstoffobolus für Langstreckenflüge in der Economy Class bleibt unverändert bei 192 Franken. Auch auf Europastrecken verlangt die Swiss in allen Klassen wie bisher 44 Franken.

Nicht nur die Swiss erhöht

Mit der Anpassung ist die Swiss nicht alleine: Auch andere Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns werden die Zuschläge erhöhen: Neben der Lufthansa sind dies Austrian Airlines und Brussels Airlines.

Bei diesen verteuern sich die Zuschläge auf Langstreckenflügen um 50 Euro je Streckenabschnitt. Abhängig von der Länge der Flugstrecke lägen die Treibstoffzuschläge bei Langstreckenflügen in der Business Class und der Ersten Klasse damit zwischen 170 und 192 Euro, hiess es.

Branchentrend

Mit der Staffelung der Preise auch nach Reiseklasse folge der Lufthansa-Konzern einem Branchentrend, hiess es. Konkurrenten wie etwa die australische Airline Quantas haben unlängst dasselbe eingeführt. Bisher hatte die Swiss bei den Kerosinzuschlägen nur zwischen Europa- und Langstrecken unterschieden.

Die Lufthansa will mit der Anhebung ihre rapide gestiegenen Tankkosten teilweise kompensieren. Allein von 2009 bis 2012 verdoppelte sich gemäss der Nachrichtenagentur Reuters die Treibstoffrechnung des Konzerns auf 7,4 Milliarden Euro.

Für dieses Jahr erwartet die Lufthansa eine Entlastung: Nach Angaben von Anfang Mai dürften die Ausgaben auf 7 Milliarden Euro sinken. Ob es bei der Kerosinprognose bleibt, wird sich bald zeigen: Am Freitag stellt die Lufthansa ihre Quartalszahlen vor.

Die Swiss hat im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Fr. für Flugbenzin bezahlt. Das ist rund 30 Prozent der Betriebskosten. Vergleichszahlen zu 2011 gibt die Airline nicht bekannt. Die Zuschläge würden aber nur einen Teil der Tankrechnung decken, hiess es.

SDA/kpn

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