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Surfen in Swiss-Flugzeugen ist bald möglich

Swiss erhält 2016 ihre ersten Boeing 777 für die Langstrecke. Nun hat die Airline Details zur Innenausstattung bekannt gegeben und was mit den zu ersetzenden A340 passiert.

Bald fliegt sie in echt über die Alpen: Die Boeing 777 der Swiss, die ab Januar die A340-Langstreckenjets ersetzen wird.
Bald fliegt sie in echt über die Alpen: Die Boeing 777 der Swiss, die ab Januar die A340-Langstreckenjets ersetzen wird.
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Endlich Internet im Swiss-Flugzeug: Kabineninterieur der neuen Boeing 777 der Swiss.
Endlich Internet im Swiss-Flugzeug: Kabineninterieur der neuen Boeing 777 der Swiss.
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Vorfreude auf das neue Flugzeug: Die Swiss offeriert an einer Medienkonferenz zur Boeing 777 einen Kuchen mit entsprechendem Aufdruck. (9. Juli 2015)
Vorfreude auf das neue Flugzeug: Die Swiss offeriert an einer Medienkonferenz zur Boeing 777 einen Kuchen mit entsprechendem Aufdruck. (9. Juli 2015)
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Das Jahr 2016 wird sportlich für die Swiss: Gleich zwei neue Flugzeugtypen stossen zu ihrer Flotte. Neben dem Europaflieger C-Series von Bombardier erhält die Airline das Langstreckenflugzeug Boeing 777-300ER (Extended Range). Dieses ersetzt ab Januar schrittweise die in die Jahre gekommenen Maschinen des Typs Airbus A340, von denen aktuell 15 für die Swiss im Einsatz sind. 2016 treffen die ersten sechs Boeing 777 ein, und in den Jahren 2017 und 2018 drei weitere.

Die Triple Seven, die bis zu 14'500 Kilometer am Stück fliegen kann und 20 Prozent weniger CO2 ausstossen soll als ihr Vorgänger, wird primär auf den Strecken nach Hongkong, Bangkok und Los Angeles eingesetzt. Ebenso auf den Flügen nach San Francisco, São Paulo und Tel Aviv ergänzend zum A340. Durch die Einflottung der neuen Flugzeuge werden 340 neue Stellen beim Kabinenpersonal geschaffen, wie Swiss-CEO Harry Hohmeister am Donnerstag gegenüber den Medien sagte.

Mehr Privatsphäre ausserhalb der Holzklasse

Neu ist auch die Kabinenausstattung in den Maschinen des US-Herstellers Boeing. Das «vollständig überarbeitete» Interieur verfügt über 270 Economy-Class-Sitze in der 3-4-3-Anordnung sowie über 62 Business- und 8 First-Class-Sitze. In der First Class können die Plätze in Privatsuiten umgewandelt werden, zudem gibt es elektrisch verstellbare Jalousien sowie eigene Garderoben.

Worauf viele Swiss-Passagiere sehnlichst gewartet haben: auf den drahtlosen Internetzugang im Flugzeug. Durch das integrierte WLAN können Fluggäste in den neuen 777-Maschinen mit ihren Smartphones, Tablets und Laptops online gehen. Das war bisher nicht möglich auf Swiss-Flügen, während es bei der Mutterairline Lufthansa seit einigen Jahren bereits Realität ist. Wie viel die WLAN-Nutzung in der Triple Seven kosten wird, gab Swiss nicht bekannt.

Wer ersetzt die restlichen A340?

Welcher Flugzeugtyp die restlichen sechs Maschinen des Typs Airbus A340 bei der Swiss ersetzt, ist noch nicht entschieden. Swiss-CEO Harry Hohmeister macht jedoch kein Geheimnis daraus, dass es am ehesten weitere Triple Sevens sind. Der Langstreckenflieger Airbus A350, der seit Ende 2014 im Liniendienst fliegt und technisch eigentlich besser zur Airbus-dominierten Swiss-Flotte passen würde, kam offenbar etwas zu spät auf den Markt. «Die Swiss musste sich rechtzeitig für den Ersatz der in die Jahre gekommenen A340 entscheiden, und die 777 war bereits verfügbar», sagt Hohmeister im Gespräch mit Redaktion Tamedia.

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass drei Airbus A340 der Swiss zwischen 2017 und 2018 zu ihrer Schwesterairline, dem Ferienflieger Edelweiss Air, übergehen werden. Die restlichen A340 der Swiss werden nach ihrer Ausflottung an die entsprechende Leasingfirma zurückgegeben, wie eine Sprecherin erklärt.

777-Training mit Austrian Airlines

Ein neuer Flugzeugtyp in der Flotte bedingt auch die Ausbildung der Piloten. Seit Januar lassen sich 20 Swiss-Piloten zu 777-Instruktoren ausbilden. Sie tun dies bei ihrer Partnerairline Austrian Airlines (AUA), die seit mehreren Jahren Flugzeuge des Typs Boeing 777-200 in ihrer Flotte hat. «Die gesamte Schulung beinhaltet sowohl Training im Simulator als auch Streckenerfahrungsflüge auf dem regulären Liniennetz der AUA», sagt Rolf Brand, stellvertretender Flottenchef 777 bei der Swiss, gegenüber Redaktion Tamedia. In den kommenden Wochen sei die Ausbildung abgeschlossen.

Im September beginnen die bei der AUA ausgebildeten Instruktoren, die Swiss-Piloten zu schulen, zu denen auch Rolf Brand gehört. «Momentan wird dazu im Swiss Aviation Training am Flughafen Zürich ein A340-Simulator zu einem 777-Simulator umgebaut. In Kürze wird er zertifiziert.» Wenn die Swiss im Januar 2016 ihre erste 777 erhält, absolvieren die Piloten laut Brand zusätzlich ein Training mit vier bis fünf Starts und Landungen, und zwar auf einem dafür prädestinierten Flughafen wie etwa Châteauroux in Zentralfrankreich.

Sind die 777-Piloten erst einmal auf diesen Flugzeugtyp ausgebildet, fliegen sie nur noch auf diesem, erklärt Brand. «Dies entspricht dem Standard in der Airlinebranche, da sich Airbus- und Boeing-Maschinen sehr stark voneinander unterscheiden. Weiterhin möglich ist hingegen eine Lizenz für die Flugzeugfamilie A330/A340 oder A320, zu der A319, A320 und A321 gehören.»

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