Sunrise wächst dank neuer Abokunden

Der Schweizer Mobilfunkanbieter hat mit den Zahlen für die ersten neun Monate die Erwartungen übertroffen.

Prepaidkunden steigen zunehmend auf Abos um. (Symbolbild)

Prepaidkunden steigen zunehmend auf Abos um. (Symbolbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Sunrise hat in den ersten neun Monaten zwar etwas mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) schrumpfte indes leicht um 1,2 Prozent auf 448 Millionen Franken.

Unter dem Strich blieb noch ein Reingewinn von 72 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatten noch 481 Millionen Franken in der Kasse geklingelt.

Allerdings war der damalige Gewinnsprung auf den Verkauf von über 2200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex zurückzuführen, was 420 Millionen Franken in die Kasse gespült hatte. Ohne den Verkauf der Masten wäre der Reingewinn um 17 Prozent gestiegen.

Operativ konnte Sunrise zulegen. Im Mobilfunk gewann Sunrise seit Jahresbeginn 92'500 Abokunden. Auf der anderen Seite gingen 78'500 Prepaidkunden verloren. Denn Prepaidkunden steigen zunehmend auf Abos um.

Beim Internet konnte Sunrise 26'500 neue Kunden anlocken, beim TV-Angebot waren es 22'000. Damit hat Sunrise mittlerweile 235'500 TV-Abonnenten.

Erwartungen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 1,383 Milliarden, einem adjustierten Ebitda von 446 Millionen und einem Reingewinn von 66 Millionen Franken gerechnet.

Im dritten Quartal alleine hat Sunrise den Umsatz um 1,9 Prozent auf 469 Millionen Franken gesteigert. Der bereinigte Ebitda stagnierte bei 158 Millionen Franken. Ohne die Miete für die Masten, die Sunrise nun bezahlen muss, wäre der Ebitda um 1,8 Prozent höher ausgefallen.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 32 Millionen Franken nach 442 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Ohne den Mastenverkauf wäre der Reingewinn allerdings um 42,5 Prozent geklettert, hiess es weiter.

Im Mobilfunk konnte Sunrise nicht nur bei den Privatkunden zulegen, sondern auch bei den Geschäftskunden. So habe man den Kanton Luzern und die Fluggesellschaft Edelweiss als Kunden gewonnen, schrieb der Telekomanbieter weiter. Die Aktionen für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) im Sommer wirkten allerdings etwas bremsend.

Für die nahe Zukunft zeigt sich Sunrise zuversichtlich: Das Ziel für den bereinigten Ebitda im Gesamtjahr 2018 bleibt dank der «soliden operativen Dynamik» bei 595 bis 605 Millionen Franken. Beim Umsatzziel peilt der zweitgrösste Telekomanbieter wie bisher 1,83 bis 1,87 Milliarden Franken an. Die Investitionen sollen wie angekündigt zwischen 283 und 323 Millionen Franken betragen.

Bei Eintreffen der Prognose für 2018 will Sunrise eine Dividende von 4,15 bis 4,25 Fr. pro Aktie zahlen. Dies ist mehr als im Vorjahr, als die Aktionäre 4,00 Franken erhalten hatten. (sep/sda)

Erstellt: 08.11.2018, 09:32 Uhr

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