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Sulzer ist im Aufwind

Der Reingewinn des Industriekonzerns stieg im vergangenen Jahr um 11,1 Prozent auf 300,4 Millionen Franken. Der Umsatz war aber erneut rückläufig, er sank um 5 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken.

Die Aussichten fürs laufende Jahr sind positiv: Der Sulzer-Hauptsitz in Winterthur.
Die Aussichten fürs laufende Jahr sind positiv: Der Sulzer-Hauptsitz in Winterthur.
Keystone

Der gesunkene Umsatz sei die Folge des tieferen Bestelleingangs im Vorjahr, teilte der Traditionskonzern, dessen Hauptaktionär der russische Investor Viktor Vekselberg ist, am Donnerstag mit. Auch der starke Franken habe sich negativ auf die Umrechnung der Beträge ausgewirkt.

Den Bestelleingang 2010 hatte Sulzer bereits im Januar bekannt gegeben: Dieser stieg um 9 Prozent auf 3,29 Milliarden Franken. Der Auftragsbestand hingegen sank um 3,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken, wie nun bekannt wurde.

Automobil- und Flugzeugbau haben sich erholt

Die Gas- und Ölindustrie, für die der Konzern Pumpen baut, war im vergangenen Jahr immer noch von den Folgen der Krise betroffen. In diesem typischerweise spätzyklischen Markt sollte sich aber im zweiten Halbjahr 2011 Wachstum zeigen, so die Einschätzung der Konzernleitung.

Für Sulzer wichtige Wirtschaftszweige wie der Automobil- und Flugzeugbau haben sich dagegen im vergangenen Jahr weiter erholt. Auch der Papier- und Zellstoffindustrie gehe es wieder besser, schreibt Sulzer in einer Mitteilung.

Vom Immobilien-Verkauf profitiert

Das Betriebsergebnis, das um 10,4 Prozent auf 406,4 Millionen Franken stieg, profitierte vom Verkauf von Immobilien in der Stadt Winterthur an den Implenia-Baukonzern. Die Kosten für das Mitte 2009 aufgelegte Sparprogramm hätten zudem schon zu einem grossen Teil im Vorjahr verbucht werden können, hiess es.

Die Aktionäre erhalten eine höhere Dividende: Sulzer hebt die Gewinnbeteiligung von 2,80 Franken im Vorjahr auf 3 Franken pro Aktie an.

Der über beträchtliche Mittel verfügende Konzern ist im vergangenen Jahr erneut durch Zukäufe gewachsen und will sich auch weiter auf Einkaufstour begeben. Dabei spielen auch die Schwellenländer eine wichtige Rolle. Sulzer erzielt nach eigenen Angaben mittlerweile 42 Prozent des Umsatzes in den aufstrebenden Ländern.

(SDA)

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