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Stadt blockt Billig-Anbieter ab

Billiges Surfen will die Zürcher Firma Routerless auch auf dem Glasfasernetz anbieten. Aktuell verweigert das Elektrizitätswerk dem Billiganbieter aber den Zugang. Dies rief die Weko auf den Plan.

Das Geschäftsmodell von Routerless ist einfach: der Internetbetreiber kauft einen Anschluss pro Mehrfamilienanschluss mit hoher Bandbreite und verkauft diesen weiter an mehrere Haushalte. Dieses Internet-Teilet spart Kosten für die Firma und die privaten Haushalte – ist einigen Städten jedoch ein Dorn im Auge.

Derzeit versperrt das Elektrizitätswerk Zürich (EWZ) der Firma Routerless den Zugang zum neuen, schnellen Glasfasernetz, wie Recherchen von «10vor10» ergaben. Routerless-Chef Rudolf Widmer sagt gegenüber dem Nachrichtenmagazin: «Ich kämpfe für günstiges Internet für alle, werde aber vom Elektrizitätswerk Zürich daran gehindert. Das EWZ versperrt uns den Glasfaser-Zugang, meine Firma hat dadurch einen Wettbewerbsnachteil.»

Stadtrat Türler: «Routerless will nur profitieren»

Andreas Türler, Zürcher-FDP-Stadtrat und EWZ-Vorsteher argumentiert, dass Routerless sich nicht an den Kosten fürs 200 Millionen teure Glasfasernetz beteiligen wolle. Türler sagt: «Routerless will einfach profitieren und die Infrastrukturkosten fürs Glasfasernetz nicht mittragen.»

Konkret fordert die Stadt Zürich, dass jeder Privat-Haushalt einen eigenen Glasfaseranschluss kaufe und sich solch einen Anschluss nicht auf mehrere Haushalte aufteile.

Weko klärt ab

Darf das Elektrizitätswerk Zürich einem Billig-Anbieter den Netzzugang einfach verweigern? Diese Frage klärt nun die Schweizerische Wettbewerbskommission Weko, wie «10vor10»-Recherchen zeigen. Würde das EWZ verpflichtet, alle Anbieter diskriminierungsfrei aufs Glasfaser-Netz zuzulassen, hätte dies Auswirkungen auf Konsumenten in anderen Schweizer Städten. Derzeit bauen mehrere Städte wie St.Gallen, Basel oder Bern an einer solchen modernen Datenautobahn.

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