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SNB-Vize will schärfere Bankenregulierung

Nationalbank-Vizepräsident Philipp Hildebrand fordert in einer Rede in Genf eine stärkere Regulierung der Finanzbranche.

Er plädiert für eine bessere Eigenmittelausstattung und eine Verschuldungsgrenze. Von den Banken verlangt er ein Umdenken bei der Risikobeurteilung. Die Banken müssten sich den Risiken, denen sie sich aussetzen, wieder stärker bewusst werden, sagte Hildebrand am Mittwoch in einer Rede in Genf. Das Risiko eines Zahlungsausfalls sei «nicht gleich Null».

Über die Regulierung müsse sichergestellt werden, dass die Banken in wirtschaftlich guten Zeiten genügend Kapital- und Liquiditätsreserven anlegten, um in Krisenzeiten ohne staatliche Hilfe bestehen zu können.

Strengere Regulierung

Hildebrand warnte zwar vor Übertreibungen. Doch die Regulierung müsse strenger werden. Zugleich müssten die Vorschriften flexibler werden, damit die Banken ihre Reserven auch nutzen könnten, wenn sie sie bräuchten. Die Schweizer Banken müssten höhere, über das Minimum hinaus gehende Kapitalanforderungen erfüllen. Zudem dränge sich eine Verschuldungslimite (Leverage Ratio) auf. Die neuen Regeln sollen ab 2013 gelten.

Die Finanzkrise habe schweizerische Werte wie Stabilität und Langfristigkeit in Erinnerung gerufen, sagte Hildebrand weiter. Dank dieser Werte sei die Schweiz zu einem «centre d'excellence» der Vermögensverwaltung geworden.

ap/sda/mbr

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