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Siemens meldet Ergebnis- und Auftragsrekord

Siemens hat im dritten Quartal ein Rekordergebnis von 2,3 Milliarden Euro erzielt und ist wieder zurück in der Wachstumsspur. Die Nachfrage zieht in allen Sektoren kräftig an.

Siemens wird das Rekordergebnis des Vorjahres «deutlich übertreffen»: Siemens-Vorstandschef Peter Löscher.
Siemens wird das Rekordergebnis des Vorjahres «deutlich übertreffen»: Siemens-Vorstandschef Peter Löscher.
Reuters

Der Auftragseingang schnellte um 22 Prozent auf den Höchststand von 21 Milliarden Euro hoch. Der Umsatz stieg auf über 19 Milliarden Euro. Vorstandschef Peter Löscher kündigte an, Siemens werde das Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 7,5 Milliarden Euro dieses Jahr nicht nur übertreffen, sondern sogar «deutlich übertreffen.»

Der Aufschwung zog sich quer durch alle Sektoren. Unter dem Strich stieg der Quartalsgewinn nach Steuern auf 1,435 Millionen Euro. «Siemens hat im dritten Quartal weiter an Fahrt gewonnen. Solche Zuwachsraten beim Auftragseingang gab es zuletzt 2008», sagte Löscher. In 13 von 14 Divisionen legte die Nachfrage zu. Nur die Bestellungen für fossile Kraftwerke lagen noch hinter dem Vorjahreswert zurück, konnten aber den Rückstand verkleinern und lieferten dank alter Auftragsbestände den höchsten Ergebnisbeitrag aller Divisionen. Den höchsten Auftragseingang verzeichnete die Division Erneuerbare Energien, die mehrere Grossaufträge für Windenergieanlagen bekam.

Energiesektor steigert Ergebnis um 69 Prozent

Mit einem Ergebnis von 925 Millionen Euro übertraf der Energiesektor knapp das Ergebnis im Industriegeschäft, das sich allerdings besonders kräftig erholte. Es profitierte besonders von der Nachfrage nach LED-Leuchten, der Erholung der Automobilindustrie und Bestellungen für Automatisierungstechnik und verbesserte seinen Betriebsgewinn um 69 Prozent auf 900 Millionen Euro.

Der kleinste Sektor, die Medizintechnik, konnte Auftragseingang und Umsatz ebenfalls deutlich steigern und sein Ergebnis auf 507 Millionen Euro fast verdoppeln.

IT-Sparte schreibt rote Zahlen

Der Auftragsbestand stieg auf den Höchstwert von 89 Milliarden Euro. Der schwache Euro sorgte dabei für Rückenwind. «Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen», sagte Löscher. Nach neun Monaten des im September endenden Geschäftsjahres 2009/2010 hat Siemens bereits im Kerngeschäft bereits 6,7 Milliarden Euro operativen Gewinn gemacht. Analysten rechnen inzwischen mit einem Jahresergebnis von rund 8,5 Milliarden Euro in den drei Sektoren. Der Jahresumsatz werde leicht hinter dem Vorjahr zurückbleiben, sagte Löscher.

Ein Wermutstropfen sind die roten Zahlen bei der nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden IT-Sparte SIS. Sie schloss das Quartal mit einem Verlust von 81 Millionen Euro ab. Bei SID will Siemens 4000 Stellen abbauen, davon 2000 in Deutschland.

(dapd)

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