Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Aktienrecht benachteiligt die Publikumsaktionäre

Beim Sika-Verkauf profitiert einzig die kontrollierende Gründerfamilie. Die übrigen Aktionäre hingegen verlieren über 20 Prozent ihrer Gelder.

«Sika-Untergang». Diesen Arbeitstitel hatte ein Finanzanalyst kurz vor der gestrigen Pressekonferenz auf seinen Schreibblock gekritzelt. Der Mann heisst Remo Rosenau, arbeitet als Leiter der Finanzanalyse bei der Neuen Helvetischen Bank und beobachtet den Geschäftsgang bei Sika seit 21 Jahren.

Es blieb die letzte Notiz an diesem Morgen. Was die Sika-Führung über den anstehenden Verkauf der Firma berichtete, hinterliess nicht nur den Analysten Rosenau sprachlos. 2,75 Milliarden Franken erhält die Familie Burkard-Schenker dafür, dass sie ihr Aktienpaket der französischen Saint-Gobain-Gruppe überlässt – ein Aufpreis von 80 Prozent gegenüber dem vormaligen Börsenkurs des Pakets. Dieses macht zwar nur 16 Prozent der Kapitalsumme von Sika aus, vereinigt aber 52 Prozent der Stimmrechtsanteile auf sich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.