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Schlechte Nachrichten aus Brasilien für Tessiner Bank BSI

Das Institut verliert im Vorfeld der Fusion mit der Bank EFG Kundengelder. Die Sorgen des Personals wachsen.

Die Zukunft bleibt ungewiss – vor allem für die Angestellten: Filiale der BSI in Lugano. Foto: Pablo Gianinazzi (TI-Press, Keystone)
Die Zukunft bleibt ungewiss – vor allem für die Angestellten: Filiale der BSI in Lugano. Foto: Pablo Gianinazzi (TI-Press, Keystone)

Es sollte die Banken-Hochzeit des Jahres werden: Im Februar gaben die Privatbank EFG und die Tessiner Bank BSI ihre Fusionsabsicht bekannt. Gemeinsam wollen sie zu einer der grössten Privatbanken der Schweiz verschmelzen. Doch die Vorbereitungen laufen alles ­andere als ungestört. BSI steckt tief im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Nun zeigt sich, dass die Bank kräftig Kundengelder verliert. Erste Hinweise gaben die kürzlich ver­öffentlichten Halbjahreszahlen der ­brasilianischen Bank BTG Pactual. Die Muttergesellschaft von BSI vermeldete grosse Vermögensabflüsse bei der Schweizer Tochter und stark sinkende Einnahmen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Das schlechte Ergebnis von BTG veranlasste BSI und EFG dazu, aktuelle Zahlen aus der Schweiz nachzuliefern. Allein im ersten Halbjahr verlor BSI 9,6 Milliarden Franken Kundengelder. Das entspricht einem Rückgang um 13 Prozent. Die Abflüsse hätten vor allem mit den Massnahmen der Behörden gegen BSI zu tun. Die Bank habe Wi­derstandskraft bewiesen, so BSI-Chef ­Roberto Isolani. Und: Sie sei trotz allem bestens kapitalisiert.

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