SBB verdoppeln Halbjahresgewinn

Gute Zahlen beim Personenverkehr und bei der Infrastruktur geben dem Ergebnis der SBB Schub. Gebremst werden die Bundesbahnen von der Gütersparte.

Das Geschäft läuft gut: Pendler im Hauptbahnhof Zürich.

Das Geschäft läuft gut: Pendler im Hauptbahnhof Zürich. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Die SBB ist nach eigenen Angaben gut unterwegs. Der Halbjahresgewinn verdoppelte sich praktisch auf 152 Millionen Franken. Zurückzuführen ist das auf den Personenverkehr und die Infrastruktur. Die Gütersparte SBB Cargo schloss dagegen im Minus.

Der internationale Güterverkehr erzielte dabei aber einen Rekordumsatz und ein positives Halbjahresergebnis, wie die SBB am Donnerstag mitteilte. SBB Cargo schrieb insgesamt 25 Millionen Franken Verlust nach vier Millionen Minus in der Vorjahresperiode. Vor allem der Import- und Exportverkehr ging stark zurück, aber auch der Wagenladungsverkehr verzeichnete Einbussen.

Die SBB will die Produktivität im Güterverkehr weiter steigern mit Automatisierung und strukturellen Anpassungen. Die Desindustrialisierung mache das Marktumfeld schwierig und setze sich fort, begründete sie die Notwendigkeit.

Sparprogramm und Tariferhöhung

Mit 152 Millionen Gewinn verdoppelte der Gesamtkonzern indessen praktisch das Halbjahresergebnis des Vorjahres von 72 Millionen Franken. Als wesentlichen Treiber bezeichnete die Bahn das Effizienzprogramm RailFit 20/30. Der operative Aufwand konnte so um 0,5 Prozent gedrosselt werden. Das Sparprogramm geht weiter. Die Anzahl der Mitarbeiter sank innert Jahresfrist um 242 auf 32'875.

Die Tariferhöhung ab dem Fahrplanwechsel zeigte ebenfalls Wirkung. Im Personenverkehr verdoppelte sich der Gewinn auf 60 Millionen Franken. Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Passagiere um 1,3 Prozent und beläuft sich auf 1,25 Millionen pro Tag.

Dabei stieg die Zahl der Personenkilometer nur leicht. Das erklärt sich zum Teil durch den Gotthard-Basistunnel, der die Distanz auf der Nord-Süd-Achse verkleinert. Hinzu kamen Streckensperrungen wegen Bauarbeiten. (rub/sda)

Erstellt: 14.09.2017, 10:04 Uhr

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