Zum Hauptinhalt springen

Sanitas-Kunden zahlen Millionen für geplatzte Fusion

Für die Fusionspläne mit der KPT engagierte die Krankenversicherung externe Berater. Der Zusammenschluss ist abgesagt – die Kosten für die Beraterhonorare aber bleiben.

Nicht nur die Arztrechnungen belasten die Bilanz der Sanitas: Labor in Zürich (Archivbild).
Nicht nur die Arztrechnungen belasten die Bilanz der Sanitas: Labor in Zürich (Archivbild).

Für die Fusion der Krankenkassen Sanitas und KPT, welche Mitte Dezember geplatzt ist, nahm die Sanitas für knapp 3 Millionen Franken Dienstleistungen von externen Beratern in Anspruch. Die Krankenkasse bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des «Blicks».

Die Kosten fielen gemäss des Zeitungsberichts einerseits für die Ausarbeitung der Strategie, andererseits für Anwälte und Revisionsgesellschaften, die mit der Umsetzung der Fusion betraut waren, an. Sanitas erzielt nach eigenen Angaben einen jährlichen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Franken und weist Verwaltungskosten von rund 190 Millionen Franken aus.

Keine Einigung für Fusion

Beim Aufwand für die externe Beratung handle es sich nicht um hinausgeworfenen Geld, betonte Sanitas-Sprecher Christian Kuhn gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Erkenntnisse der Beratungen und die daraus abgeleiteten Empfehlungen seien der Sanitas auch in Zukunft nützlich und flössen in die Strategieplanung des Unternehmens ein.

Die Fusion von Sanitas und KPT wurde vor rund zwei Wochen von den beiden Krankenkassen abgeblasen, nachdem die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht den Zusammenschluss nur mit Auflagen genehmigt hatte und sich die beiden Fusionspartner nicht darauf einigen konnten, wer die Führung des neuen Unternehmens übernehmen sollte.

Zu öffentlichen Kontroversen hat zudem das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der KPT geführt: Mit der Fusion wären Aktien der Tochtergesellschaft für Zusatzversicherungen zu einem mehrfachen des Preises zurückgekauft worden, als sie einst an die Mitarbeiter und ans Management ausgegeben wurden.

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch