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Samsonite vergeht das Lächeln

Das amerikanische Unternehmen hat mit seinem Börsendebüt ein Debakel erlebt: Der Aktienkurs des weltgrössten Kofferherstellers rutschte am ersten Handelstag in Hongkong um bis zu elf Prozent ab.

Da war die Welt noch in Ordnung: Samsonite-Chef Tim Parker posiert vor Beginn des Börsenhandels mit einem Koffer.
Da war die Welt noch in Ordnung: Samsonite-Chef Tim Parker posiert vor Beginn des Börsenhandels mit einem Koffer.
Keystone

Samsonite bekam die derzeit schlechte Investorenstimmung bei seinem Börsengang voll zu spüren. Investoren warfen Samsonite-Aktien gleich zu Handelsbeginn in rauen Mengen auf den Markt: Der Kurs brach ausgehend von 14.50 Hongkong-Dollar (1.58 Franken) ein auf bis zu 12.96 HK-Dollar. Später erholte er sich wieder auf 13.38 HK-Dollar.

Dabei waren die 14.50 HK-Dollar bereits am unteren Ende der Preisspanne gewesen, die das in Luxemburg ansässige Traditionsunternehmen im Vorfeld des Börsengangs als Richtwert für seine Aktien angenommen hatte. Insbesondere die schwache Nachfrage von Kleinaktionären drückte den Preis der Samsonite-Aktien nach unten. Diese war nur 1,23-mal so hoch wie das Angebot. Zum Vergleich: Beim bislang populärsten Börsengang in diesem Jahr, dem des Handtaschen-Händlers Milan Station Holdings, lag der Faktor bei 2000.

Sinkende Attraktivität eines Börsenplatzes

Die weltweit schlechte Börsenstimmung hat damit auch den ehemals heiss begehrten Handelsplatz Hongkong erfasst. Zuletzt hatten Unternehmen auf grosses Interesse zugkräftiger Investoren und auf mehr Aufmerksamkeit bei den asiatischen Konsumenten gehofft. Den nächsten wichtigen Markttest an gleicher Stelle macht der italienische Modekonzern Prada in der kommenden Woche. Nach bisheriger Planung soll der Börsengang dem Unternehmen bis zu 2,24 Milliarden Franken einspielen.

Samsonite und seine Alteigner – darunter der Finanzinvestor CVC Capital Partners und die Royal Bank of Scotland – verkauften heute ihrerseits Aktien im Wert von umgerechnet gut 1 Milliarden Franken.

SDA/ssc

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