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Rubel im freien Fall

Die russische Währung stürzt regelrecht ab. Erstmals überhaupt müssen über 50 Rubel für einen Dollar bezahlt werden.

Der russische Rubel ist am Montag auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise 1998 gefallen. Die Währung gab binnen weniger Stunden um acht Prozent nach. Vorübergehend notierte sie bei 53.29 Rubel zum Dollar und 66.50 Rubel zum Euro, bevor der Kurs auf 52 zum Dollar und 65 zum Euro stieg.

Seit Jahresbeginn hat der Rubel damit gegenüber dem Dollar rund 63 Prozent seines Werts verloren. Grund sind der niedrige Ölpreis und die westlichen Wirtschaftssanktionen wegen des Ukrainekonflikts.

Ölpreis auf Fünfjahrestief

Nach der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) vergangene Woche, trotz des fallenden Preises die Fördermenge auf dem bisherigen Stand zu lassen, sank der Ölpreis weiter; am Montag fiel er auf einen neuen Fünfjahrestiefstand.

Für Russland als grossen Ölproduzenten bedeutet dies sinkende Einnahmen. Laut einer neuen Umfrage sagen inzwischen 50 Prozent der Russen, der schwache Rubel wirke sich auf ihr Leben aus.

Der russische Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew erklärte, die Regierung werde ihre Prognose für den Ölpreis im kommenden Jahr wegen des dramatischen Preisverfalls reduzieren. Für einen ausgeglichenen Haushalt ist Russland darauf angewiesen, dass ein Barrel mindestens 100 Dollar kostet. Für 2015 erwartet Moskau statt der erhofften 95 Dollar nun zumindest zeitweise nur noch 60 Dollar.

Zu schaffen machen könnte der Absturz des Ölpreises aber auch dem Fracking in den USA, wie diese Doku der «Financial Times» zeigt:

AFP/cpm/rub

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