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Raiffeisen-Chef kritisiert Politik

Pierin Vincenz fordert eine Anpassung bei der Finanzierung von Eigenheimen mit Pensionskassengeldern. Der heutige Maximalanteil von 20 Prozent sei zu hoch.

«Wir Banken sind schon heute strenger»: Vincenz hält die Politik für mitschuldig am starken Wachstum des Immobilienmarkts.
«Wir Banken sind schon heute strenger»: Vincenz hält die Politik für mitschuldig am starken Wachstum des Immobilienmarkts.
Keystone

Die Politik ist laut Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz mitverantwortlich am starken Wachstum des Schweizer Immobilienmarkts. In einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» kritisiert Vincenz, dass man für die Finanzierung eines Eigenheims Geld aus der Pensionskasse nehmen kann.

«Da müsste man auch einmal politisch einen neuen Weg einschlagen», sagte Vincenz. Das Gesetz sehe vor, dass man zwanzig Prozent des Kaufpreises aus der Pensionskasse beziehen könne. «Wir Banken setzen das schon heute strenger um.»

«Zinsen bleiben tief»

Auf die Erwähnung der Raiffeisen-Gruppe im jüngsten Finanzbericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) reagierte der Raiffeisen-Chef gelassen. Raiffeisen war darin im Zusammenhang mit dem anhaltend hohen Zinsrisiko explizit genannt worden. «Das war ein freundschaftliches Umarmen mit dem Hinweis, vorsichtig, doch weiter erfolgreich zu geschäften», sagte Vincenz. «Wir gehen davon aus, dass die Zinsen weiterhin tief bleiben.» Das sei ja von der SNB bestätigt worden.

Dennoch habe Raiffeisen das Zinsrisiko wieder stärker abgesichert. Auch bei der Kapitalausstattung gibt sich Vincenz flexibel. «Sollten wir mehr Kapital halten müssen, können wir dieses am Kapitalmarkt beschaffen.»

SDA/ldc

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