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Raiffeisen-Banken senken Hypothekarzinsen

Nach der neuerlichen Zinssenkung der Nationalbank kommen auch die Hypothekarzinsen unter Druck. Die Raiffeisen-Gruppe empfiehlt ihren Banken, die Zinsen für die variablen Hypotheken um ein Viertel Prozentpunkt zu senken.

Die Zinssenkung der Raiffeisen-Gruppe erfolgt allerdings nicht per sofort, sondern per 1. Februar 2009. Zudem werfen auf der anderen Seite auch die Sparzinsen künftig weniger ab. Die Zinsen für Transaktions- und Sparkonti sollen bereits per 1. Januar um ein Achtel bis drei Achtel Prozentpunkte zurückgenommen werden, wie die Raiffeisen-Gruppe am Abend mitteilte. Mit der Senkung der Hypozinsen wolle Raiffeisen einen Beitrag zur Ankurbelung der Bauwirtschaft leisten.

Forderung von Hauseigentümer- und Mieterverband

Der Hauseigentümerverband (HEV) sowie der Mieterinnen- und Mieterverband (MV) hatten nach dem SNB-Entscheid umgehend eine sofortige Senkung der Hypothekarzinsen gefordert. Die Banken müssten ihre Verantwortung wahrnehmen. Der HEV forderte dies umso eindringlicher, da die Banken nach der ersten Zinssenkung vor einem Monat nichts unternommen haben. Es gehe nicht an, dass Banken ihre Verluste im Ausland kompensieren, indem sie die zu hohen Hypo-Zinsen im Inland nicht senken, schreibt der HEV in einer Mitteilung. Andere Banken wiederum streichen laut HEV zu hohe Margen ein. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe mit ihren beiden Zinssenkungen in Folge volkswirtschaftlich und politisch richtig entschieden und ein wichtiges Signal gesetzt. Die Banken seien nun gefordert, ihre volkswirtschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Für den Mieterinnen- und Mieterverband der Deutschschweiz ist eine sofortige Senkung der Hypothekarzinsen «die logische Folge» der beiden SNB-Zinssenkungen, wie Geschäftsführerin Regula Mühlebach sagte. Die Kaufkraft der Mieterinnen und Mieter müsse gestärkt werden. Mühlebach verwies aber darauf, dass eine Senkung der Hypo-Zinsen bei den Mietern erst leicht verzögert ankomme. Denn die Mieten sind neu an einen Referenzzinssatz gekoppelt, der für die ganze Schweiz gilt. Dieser wird quartalsweise erhoben, das nächste Mal wieder Ende Dezember.

Migrosbank dieses Mal zurückhaltend

Die mit Zinssenkungen oft schnelle Migrosbank sah vorerst keinen Anlass, ihre Hypo-Zinsen zurückzufahren. Die Bank habe mit einer Erhöhung lange zugewartet und mit einem Satz von 3,25 Prozent für variable Hypotheken die Preisführerschaft, sagte Konzernsprecher Albert Steck. Bei Raiffeisen liegt der Satz aber nun künftig auch bei 3,25 Prozent.

SDA/vin

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