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Privatbank Sarasin steigert den Konzerngewinn

Die Bank hat im 2010 trotz des Einbruchs des Handelsertrags den Gewinn um 2,3 Prozent auf 124,5 Millionen Franken erhöhen können. Bei der Rentabilität hinkt das Finanzinstitut aber anderen Banken hinterher.

Die Geschäfte im Private Banking laufen gut: Der Hauptsitz der Bank Sarasin in Basel.
Die Geschäfte im Private Banking laufen gut: Der Hauptsitz der Bank Sarasin in Basel.
Keystone

Die verwalteten Kundenvermögen stiegen um 10 Prozent auf 103,4 Milliarden Franken. Damit sei das ehrgeizige Ziel der Wachstumsstrategie von 2006 übertroffen worden, sagte Joachim Strähle, Chef des von der niederländischen Rabobank kontrollierten Basler Finanzinstituts, heute vor den Medien.

Besonders erfreut zeigte sich Strähle über den Neugeldzufluss von 13,4 Milliarden Franken. Die im Branchenvergleich hohe Wachstumsrate von 14 Prozent führte er vorab auf den Ausbau bei den Kundenberatern und die nach wie vor hohe Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz zurück. Im Gegenzug schmälerten Wechselkurseffekte die verwalteten Vermögen um 7,7 Milliarden Franken.

Ergebnis verdreifacht

Das Private Banking ist für die Bank Sarasin das weitaus wichtigste Standbein. Sein Ergebnis ist mit 94,5 Millionen Franken mehr als dreimal so hoch wie 2009. Bei der Bank Zweiplus, dem für weniger betuchte Kunden zuständigen kleinsten Segment von Sarasin, brach das Ergebnis dagegen um 87 Prozent auf 1,4 Millionen Franken ein. Grund waren laut Sarasin betrügerische Machenschaften eines Vertriebspartners in Deutschland. Rechtliche Schritte seien eingeleitet.

Alles in allem konnte die Privatbank den Betriebsertrag um 3 Prozent auf 690,6 Millionen Franken steigern. Die Erträge im wichtigen Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wuchsen um 15 Prozent auf 457,5 Millionen Franken, während der Erfolg im Zinsengeschäft um 12 Prozent auf 146,9 Millionen Franken anstieg.

Im Handelsgeschäft schrumpfte das Ergebnis dagegen um 42 Prozent auf 59,8 Millionen Franken. Begründet wird dies unter anderem mit hohen Absicherungskosten gegen steigende Zinsen und Währungseffekten.

Auf der andern Seite erhöhte sich der Geschäftsaufwand um vier Prozent auf 505,2 Millionen Franken, was den Bruttogewinn um 1 Prozent auf 185,4 Millionen Franken sinken liess. Zu einem höheren Aufwand führte insbesondere der Ausbau des Personalbestands um 83 auf 1642 Beschäftigte. Von diesen sind 1096 in der Schweiz tätig.

Zuversichtlich für das laufende Jahr

Für das laufende Jahr gibt sich Strähle zuversichtlich. Das Wachstumstempo soll nun verlangsamt, die Profitabilität dagegen gesteigert werden. Die verwalteten Kundenvermögen sollen bis 2015 auf 150 Milliarden ansteigen.

Neue Märkte will die Bank vorderhand nicht erschliessen. Sarasin wolle sich auf die bestehenden Ländermärkte in Europa, im Mittleren Osten und in Asien konzentrieren, sagte Strähle. Nicht betroffen war die Bank bisher seinen Angaben gemäss von den Umwälzungen im Mittleren Osten, obwohl Sarasin auch in Bahrain geschäftet.

Gut gerüstet sieht sich die Bank Sarasin für die raschen Veränderungen des regulatorischen Umfelds der Finanzindustrie. So verfolgt die Bank eine Weissgeldstrategie. Der Anteil von nicht deklarierten Vermögen ist laut Strähle weiter gesunken und nur noch klein. Bis 2012 soll er auf Null sinken.

(SDA)

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