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Preisabsprache bei Airlines – auch bei Swiss

Mit elf Millionen Franken bestraft die Wettbewerbskommission mehrere Airlines wegen Verstosses gegen das Kartellrecht. Wen es am härtesten trifft und wer davonkommt.

Das Mutterhaus Lufthansa hat das Verfahren mit einer Selbstanzeige ins Rollen gebracht: Maschinen der Airline Swiss.
Das Mutterhaus Lufthansa hat das Verfahren mit einer Selbstanzeige ins Rollen gebracht: Maschinen der Airline Swiss.
Keystone

Die höchste Busse im neuesten Kartellverfahren gegen verschiedene Fluggesellschaften muss die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM entrichten. Trotz einer Ermässigung von 20 Prozent muss das Unternehmen 3,9 Millionen Franken bezahlen. Auf die AMR, das Mutterunternehmen von American Airlines, entfallen 2,2 Millionen Franken und auf die UCH, die Muttergesellschaft der amerikanischen United Airlines, 2,1 Millionen Franken.

Singapore Airlines muss 1,7 Millionen Franken bezahlen, während British Airways aufgrund der Selbstanzeige nur die Hälfte der Busse bezahlen muss und dadurch auf einen Betrag von rund 520'000 Franken kommt. Auf die skandinavische SAS entfallen rund 96'000 Franken und auf Japan Air mit einer Ermässigung von 30 Prozent noch 27'000 Franken.

Bussen von 11 Millionen Franken

Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst die Fluggesellschaften wegen Verstössen gegen das Kartellgesetz mit insgesamt elf Millionen Franken. Die Gesellschaften haben zwischen 2000 und 2005 diverse Preiselemente von Luftfrachttransporten abgesprochen.

Konkret ging es um Treibstoffzuschläge, Frachtraten, Zollabfertigungszuschläge sowie Kriegsrisikozuschläge, wie die Weko heute mitteilte. Diese Zuschläge verrechnen die Fluggesellschaften zusätzlich zu den Raten für den Transport.

Sanktionserlass für die Swiss

Vom Urteil betroffen ist auch die Swiss. Sie muss allerdings keine Busse bezahlen, da ihre Muttergesellschaft, die deutsche Lufthansa, das Verfahren in Gang gebracht hat. Die Lufthansa war ebenfalls Teil des Kartells. Aufgrund der Selbstanzeige profitiert sie jedoch von einem Sanktionserlass, der auch für die Tochtergesellschaft Swiss gilt.

Nach der Verfahrenseröffnung erfolgten weitere Selbstanzeigen, etwa durch British Airways, Japan Airlines und Air France-KLM. Diese Fluggesellschaften profitieren aufgrund der Selbstanzeigen ebenfalls von Ermässigungen der Bussen.

(SDA)

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