Postfinance beschert Post 21 Millionen Franken mehr Gewinn

Die Postfinance steigert ihren Gewinn und schönt damit die Halbjahreszahlen der Post. Doch drei von ihren vier Märkten verzeichneten tiefere Ergebnisse.

Beflügelt Gewinn der Post: Kunden der Postfinance beziehen Geld.

Beflügelt Gewinn der Post: Kunden der Postfinance beziehen Geld.

(Bild: Keystone Peter Schneider)

In einem schwierigen Umfeld hat die Post in der ersten Jahreshälfte bei Gewinn und Betriebsergebnis zugelegt. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg der Konzerngewinn um 21 Millionen auf 391 Millionen Franken. Zu verdanken ist dies dem Ergebnis der Postfinance.

Das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (Ebit) nahm um 6,8 Prozent auf 504 Millionen Franken zu. Grund dafür ist nebst soliden Erträgen an den Finanz- und Anlagemärkten ein gutes Kostenmanagement, wie die Post am Dienstag mitteilte.

Leicht rückläufig war dagegen der Betriebsertrag. Er ging um 42 Millionen Franken auf 4,1 Milliarden Franken zurück. Drei von vier Märkten verzeichneten tiefere Ergebnisse. Einzig die Postfinance konnte ihren Betriebsertrag steigern – um 50 Millionen auf 280 Millionen Franken.

Weniger Briefe, mehr Pakete

Im Kommunikationsmarkt erwirtschaftete die Post ein Betriebsergebnis von 137 Millionen Franken (Vorjahr 154 Millionen Franken). Die Ertragsabnahme bei Postmail, Poststellen und Verkauf konnte durch geringere Aufwendungen in diesen Bereichen nicht kompensiert werden, heisst es in der Mitteilung. Die Menge der adressierten Briefe sank um 0,7 Prozent, jene der unadressierten Sendungen um 1,1 Prozent.

Ein Betriebsergebnis von 65 Millionen Franken erzielte die Post im Logistikmarkt, das ist 1 Million weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Paketmenge in der Schweiz wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent.

Postauto erwirtschaftete im Personenverkehrsmarkt ein Betriebsergebnis von 19 Millionen Franken (Vorjahr 25 Millionen Franken). Als Gründe für den Rückgang nennt die Post tiefere Einnahmen in Liechtenstein sowie Währungsverluste. Die Zahl der gefahrenen Kilometer ist um 0,9 Prozent gestiegen.

Starker Franken trübt Bilanz

Die anhaltende Überwertung des Frankens ging aber auch an der Postfinance nicht spurlos vorbei. Nach Einführung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank führte die Post bei grossen Banken eine Guthabengebühr von 1 Prozent ein. Im ersten Halbjahr resultierte daraus ein Neugeldabfluss von 4,433 Milliarden Franken. In den ersten sechs Monaten 2014 hatte noch ein Zufluss von 923 Millionen Franken resultiert.

Einen Rückgang verzeichnete die Postfinance auch beim Kundenvermögen. Dieses ging um 1,884 Milliarden auf 113,115 Milliarden Franken zurück.

Angesichts des schwierigen Umfelds geht die Post davon aus, dass die Herausforderungen in den Märkten zunehmen werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dennoch erwartet die Post, die finanziellen Ziele für 2015 zu erreichen.

kko/sda

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