Post-Drohnen bleiben wohl länger am Boden

Die Post-Drohne, die in den Zürichsee gestürzt ist, hatte einen technischen Defekt. Die Post-Drohnen bleiben bis auf weiteres am Boden.

Beim Flug über den Zürichsee abgestürzt: Die Postdrohne. Bild: Stadtpolizei Zürich

Beim Flug über den Zürichsee abgestürzt: Die Postdrohne. Bild: Stadtpolizei Zürich

Eine Drohne der Schweizerischen Post ist am Freitag vor einer Woche bei einem Testflug mit einer «nicht relevanten» Blutprobe an Bord in den Zürichsee gestürzt. Nun konnte die Absturzursache geklärt werden. Die Drohne hatte einen technischen Defekt in der Elektronik, wie die Stadtpolizei Zürich auf Anfrage mitteilte. «Eine Kollision etwa mit einem Vogel kann gemäss den Erkenntnissen ausgeschlossen werden», sagt Medienchef Marco Cortesi.

Damit sind die Ermittlungen der Polizei beendet, weil das kein Straftatbestand ist. Die Drohne habe gemacht, was sie in einem solchen Fall müsse: «Nachdem sie den GPS-Kontakt verloren hatte, ist sie am Fallschirm kontrolliert abgesunken», so Cortesi. Die amerikanische Herstellerfirma, die die Ermittlungen der Polizei in Zürich unterstützte, nahm die Drohne nun für eine genauere Untersuchung mit.

Warten auf Abschlussbericht

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) könnte nach dem Absturz ein Flugverbot für die Post-Drohnen verfügen. Dafür gebe es aber bisher keinen Anlass, wie Sprecher Christian Schubert sagt: «Die Drohne ist – wie bei einer Notlandung vorgesehen – vom Himmel geschwebt. Alle Sicherheitselemente haben zuverlässig funktioniert.» Zu diesen Elementen gehören unter anderem der Fallschirm, der die Drohne abbremst, sowie akustische Warntöne und Blinklichter. Da die Post zudem die Flüge bis auf weiteres eingestellt hat, sei die Sicherheit gewährleistet.

Die Post bestätigt, dass die Drohnen vorerst am Boden bleiben, «bis die Ursache aufgeklärt ist», sagt Sprecherin Léa Wertheimer. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsbehörde (Sust) ist zuständig für die Untersuchungen zur Absturzursache. Erst wenn diese geklärt ist, werde man über das weitere Vorgehen entscheiden. «Die Sicherheit steht nach wie vor an oberster Stelle.» Wie lange die Drohnen am Boden bleiben, könne man noch nicht abschätzen.

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von DerBund.ch/Newsnet.

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