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Peter Kurer: Haben die letzten Tage «recht erfolgreich» überstanden

Die UBS hat nach Angaben von Verwaltungsratspräsident Peter Kurer die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten ohne grösseren Schaden umschiffen können.

Peter Kurer: Wir wollen wieder Branchenleader werden.
Peter Kurer: Wir wollen wieder Branchenleader werden.
Keystone

An der derzeit laufenden ausserordentlichen Generalversammlung (GV) in Basel gab Verwaltungsratspräsident Peter Kurer bekannt, dass die UBS trotz den Markterschütterungen der letzten Woche das dritte Quartal dieses Jahres laut vorläufigen Schätzungen mit einem «kleinen Gewinn» abgeschlossen habe.

Kurer ging auf die Umwälzungen in der Finanzwelt der letzen 20 Tage ein und sagte: «Ich bin in der glücklichen Lage, Ihnen berichten zu können, dass wir die UBS recht erfolgreich durch diese Turbulenzen manövrieren konnten.» Er führte dies auf das frühzeitige Handeln der Grossbank und die zweifache Kapitalerhöhung zurück. Die Bank habe zudem ihre Bestände mit Bezug zu US-Gewerbe- und Wohnhypotheken signifikant reduziert, in erster Linie durch Veräusserungen.

2009 wieder Gewinn

Heute sei die UBS eine der am besten kapitalisierten Banken, die gleichzeitig über eine global diversifizierte Refinanzierungsstrategie verfüge. Trotz der ausserordentlich schwierigen Marktsituation habe die Bank über die letzten Monate hinweg substanzielle Fortschritte erzielt.

Kurer gab unter anderem bekannt, dass die Bilanzsumme vom Höchststand von 2007 von 2,5 Billionen Franken um mehr als 500 Milliarden Franken reduziert worden sei. Die Risikopositionen in der Bilanz seien stark reduziert, geschlossen oder verkauft worden. Personalbestand und operative Kosten würden laufend reduziert. Kurer gab sich überzeugt und optimistisch, dass die UBS 2009 wieder schwarze Zahlen schreiben wird, wie dies die UBS schon früher in Aussicht gestellt hatte.

«Mit Bescheidenheit arbeiten»

Kurer stellte vor den Aktionären energische Schritte in Aussicht, um definitiv auf die Erfolgsstrasse zurückzukehren. Die Überprüfung der Strategie sei abgeschlossen. Ihre drei Unternehmensgruppen sollen in drei autonome Unternehmensbereiche umgeformt werden. Remedur will man auch bei den Vergütungssystemen und Boni schaffen. Denn nur so sei wieder eine solide Reputation zu erreichen.

«Wir wollen unsere Reputation so rasch wie möglich und vollumfänglich wiederherstellen», sagte Kurer und fügte hinzu: «Es ist unser Ehrgeiz, wieder ein allseits anerkannter Branchenführer zu sein. Hier in der Schweiz möchten wir uns wieder als ein nationaler Champion etablieren. Wir werden an diesen ehrgeizigen Zielen hart, aber zugleich mit Bescheidenheit arbeiten.»

Wohl weitere Kundengelder abgeflossen

Die Finanzgemeinde reagierte erfreut und erleichtert auf die Botschaften der UBS. Untergangsszenarien, wie sie in den letzten Wochen da und dort auch für die grösste Schweizer Bank gezeichnet worden waren, schienen verflogen. Analysten machten aber auch auf die verbleibenden Probleme aufmerksam. So wurde aus dem Umstand, dass sich Kurer nicht zu den Kundengeldern äusserte, geschlossen, dass der Abfluss im dritten Quartal im gleichen Ausmass wie im Vorquartal weitergegangen sein dürfte. An der Börse schoss die UBS-Aktie um bis zu neun Prozent in die Höhe.

AP/cpm

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