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Pensionskassen: Verluste von sieben Prozent

Die Finanzkrise setzt den Schweizer Pensionskassen weiter zu: Ihre Anlagen haben in den ersten neun Monaten 2008 durchschnittlich 6,92 Prozent an Wert verloren.

Der schwächste Monat war mit einem Minus von 3,25 Prozent der September. Der Monat September machte den Anstieg der positiven Monate Juli (+0,84 Prozent) und August (+0,89 Prozent) mehr als zunichte, wie dem heute publizierten Pensionskassenindex der Credit Suisse zu entnehmen ist. Der Schweizer Pensionskassen-Index sank im dritten Quartal um 1,58 Prozent auf 117,76 Punkte (Basis 100 = Januar 2000).

Die BVG-Mindestverzinsung ist im dritten Quartal um weitere 0,68 Prozent auf 130,52 Punkte gestiegen. Die Differenz zur BVG-Vorgabe nahm daher im Berichtsquartal um 2,26 Prozent zu. In den ersten drei Quartalen ist die Differenz zwischen dem Index und der BVG-Vorgabe um 9,78 Prozent gewachsen. Vergangene Woche hat der Bundesrat beschlossen, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge Anfang 2009 von 2,75 auf 2 Prozent zu senken.

Tiefere Aktienquote

Bei der Verteilung der Anlagen der Pensionskassen ist festzustellen, dass der Anteil der Franken-Obligationen markant um 1,65 Prozent auf 27,96 Prozent zunahm. Der Anteil der Schweizer Aktien reduzierte sich leicht (-0,37 Prozent). Deutlich tiefer lag der Anteil der ausländischen Aktien (-1,21 Prozent). Damit reduzierte sich die gesamte Aktienquote um fast 1,6 Prozent.

Ein neues Hoch (+5,15 Prozent) verzeichneten die alternativen Anlagen, die den Aufwärtstrend bereits im Vorquartal wieder aufgenommen hatten. Von Rekord zu Rekord eilen auch die Immoblien (+0,07 Prozent). Mit fast 77 Prozent liegt der Franken-Anteil so hoch wie nie. Der Anstieg ging zu Lasten des Euro (-0,7 Prozent), Dollar (-1,18 Prozent) und des Pfund (-0,07 Prozent).

Die Credit Suisse greift für den Index auf Daten von rund 100 autonomen Schweizer Pensionskassen zurück, die das Institut als zentrale Depotstelle ihrer Vermögenswerte (Global Custody) gewählt haben. Damit deckt die Bank nach eigenen Angaben rund ein Viertel der autonomen Pensionskassen ab.

SDA/vin

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