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Panalpina und Kühne & Nagel bezahlen happige Bussen

Die Schweizer Logistikunternehmen Kühne & Nagel und Panalpina haben gegen das US-Kartellrecht verstossen. Beide Unternehmen müssen Bussen in Millionenhöhe bezahlen.

Der Verstoss gegen das US-Kartellrecht kommt sie teuer zu stehen: Kühne & Nagel und Panalpina.
Der Verstoss gegen das US-Kartellrecht kommt sie teuer zu stehen: Kühne & Nagel und Panalpina.

Die Logistikunternehmen Kühne & Nagel und Panalpina haben sich im Rechtsstreit um illegale Absprachen mit den US-Behörden geeinigt. Um das Kartellverfahren beizulegen, zahlt Panalpina eine Busse von 12 Millionen Dollar, bei Kühne & Nagel sind es 9,9 Millionen Dollar.

Beide Unternehmen haben gegen das US-Kartellrecht verstossen (Sherman Antitrust Act). Konkret geht es um Zuschläge im internationalen Frachtgeschäft. Die Verfahren der Wettbewerbsbehörden, die gegen mehrere Firmen vorgingen, wurden 2007 eingeleitet.

Panalpina: Kartellverstoss in drei Fällen

Panalpina werde sich in drei Fällen vorgeworfener Absprachen schuldig bekennen, teilte das Speditionsunternehmen am Donnerstagabend mit. Nebst Zuschlägen im Luftfrachtgeschäft geht es bei Panalpina auch um Sondergebühren im internationalen Seefrachtgeschäft.

Kühne & Nagel seinerseits räumte per Communiqué ein, dass fünf Tochtergesellschaften bestimmte Zuschläge bei Luftfrachtgeschäften erhoben hätten.

Die Untersuchungen des US-Justizministeriums sind für beide Unternehmen mit dem Vergleich abgeschlossen. Allerdings muss ein Gericht den Vergleich noch bestätigen.

Verfahren in mehreren Ländern

Nach Angaben der Firmen führen auch Wettbewerbsbehörden anderer Länder und Regionen Untersuchungen zu den Praktiken durch. Dazu gehören die Schweiz, die Europäische Union, Brasilien und Neuseeland. In weiteren Ländern wurden die Untersuchungen indes eingestellt.

Beide Firmen halten fest, sie nähmen die Gesetze und kartellrechtlichen Bestimmungen ernst und sie hätten in der Zwischenzeit ihre Programme zur Einhaltung der Gesetze ausgebaut.

Panalpina teilte zudem mit, dass das Unternehmen für Vergleichsverhandlungen mit dem US-Justizministerium und der US-Börsenaufsicht (SEC) 120 Millionen Franken zurückgestellt habe. Die Summe sei aber für mehrere Fälle bereitgestellt worden.

(SDA)

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