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Optimistische Töne von Bayer

Der Leverkusener Pharma- und Chemieriese sei klar auf Kurs und wolle wieder wachsen, so der Konzernchef. Im abgelaufenen Quartal betrug der Gewinn 693 Millionen Euro.

Nach dem Krisenjahr 2009 blickt der Leverkusener Pharma- und Chemieriese wieder optimistisch in die Zukunft. «Bayer ist klar auf Kurs, und wir wollen in diesem Jahr wieder wachsen», sagte Konzernchef Werner Wenning am Donnerstag bei der Vorlage der Zwischenbilanz für das erste Quartal 2010. Vor allem das unerwartet gute Abschneiden der von der Wirtschafts- und Finanzkrise schwer getroffenen Chemiesparte MaterialScience sorgte bei den Leverkusenern für Erleichterung.

Im abgelaufenen Quartal konnte Bayer sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Einnahmen um 5,3 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zu, das Konzernergebnis verbesserte sich gleichzeitig um gut 63 Prozent auf 693 Millionen Euro. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigerte das Unternehmen um gut 13 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Chemiesparte legt deutlich zu

Die Chemiesparte konnte ihren Umsatz um 35,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro steigern. Grund waren laut Wenning sowohl höhere Produktionsmengen als auch Preiserhöhungen. Auch beim Ebitda vor Sondereinflüssen kehrte die MaterialScience-Sparte mit 287 Millionen Euro wieder in die schwarzen Zahlen zurück. Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich gegeben.

Schlechter liefen die Geschäfte hingegen in der Pflanzenschutzsparte. Hier gingen die Umsätze um fast 8 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro zurück. «Diese Entwicklung ist vor allem die Folge ungünstiger Witterungsbedingungen in einigen wichtigen Anbauregionen», sagte Wenning. So habe der kalte Winter etwa in Nordamerika dazu geführt, dass die Landwirte später ausgesät hätten als in früheren Jahren und damit auch erst später Pflanzenschutzmittel benötigten. Das schwach ins Jahr gestartete Geschäft habe aber bereits zum Ende des ersten Quartals wieder deutlich zugelegt. Der Umsatz in der wichtigen Gesundheitssparte lag nahezu unverändert bei 3,9 Milliarden Euro.

Ausblick angehoben

Für die Geschäfte im Gesamtjahr zeigte sich Wenning zuversichtlich. «Die weltweite konjunkturelle Erholung dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen», sagte der Vorstandsvorsitzende und fügte hinzu: «Wir blicken optimistisch in die Zukunft und wollen an die positiven Entwicklungen der vorherigen Jahre anknüpfen.» Das bedeutet, in allen drei Konzernsparten stehen die Zeichen auf Wachstum.

Insgesamt will Bayer sein Ebitda nun auf mehr als 7 Milliarden Euro steigern. Bislang hatte der Konzern ein Ebitda «in Richtung 7 Milliarden Euro» angepeilt. Der Umsatz soll weiterhin um mehr als 5 Prozent steigen. Freilich: Der Konjunkturverlauf sei weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, schränkte der Konzernchef ein, der seinen Posten im Herbst an den Niederländer Marijn Dekkers übergeben wird. Auch 2010 werde daher kein einfaches Jahr.

ddp/sam

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