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Northern Rock schleppt sich aus der Krise

Bei der britischen Bank Northern Rock, mittlerweile in Staatsbesitz, geht es nach Milliardenverlusten langsam wieder aufwärts.

Kann wieder etwas mehr Gas geben: Northern Rock.
Kann wieder etwas mehr Gas geben: Northern Rock.
Reuters

Das Neugeschäft des verstaatlichten Immobilienfinanzierers soll reprivatisiert werden - aber erst, «wenn die Bedingungen dafür stimmen», teilte das Unternehmen am Dienstag mit. «Northern Rock liegt innerhalb der Erwartungen», sagte Bankchef Gary Hoffman bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Im Januar waren die problembeladenen risikoreichen Papiere in eine «Bad Bank» abgespalten worden, die nun für das erste Halbjahr überraschend mit Gewinnen aufwarten kann, während die restliche neu aufgestellte Bank noch Verluste verbucht.

Weil die Kreditausfälle geringer waren als eingeplant, machte die «Bad Bank» im ersten Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 349,7 Millionen Pfund (576,47 Millionen Franken) nach einem Minus von 724,2 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Die neue Northern Rock konzentriert sich auf das risikoärmere Neugeschäft mit vergleichsweise sicheren Hypothekenkrediten und Spareinlagen. Dieses wies nun im ersten Halbjahr noch einen Verlust von 142,6 Millionen Pfund aus.

Northern Rock war die erste grössere Bank in Grossbritannien, die von der Finanzkrise voll getroffen wurde, es folgten viele nach. Der britische Staat sprang schliesslich ein und rettete die Bank.

SDA/sam

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