Neue SBB-Züge stehen bis zu einer Stunde still

Von den 62 bestellten Bombardier-Zügen sind erst sechs einsatzbereit. Die Testfahrten liefen laut SBB nicht wie gewünscht.

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Die SBB sieht sich mit den neuen Bombardier-Zügen mit mehreren Problemen konfrontiert. Nachdem sich Behinderte beschwert haben, weil die Ausstiegsrampe für Rollstuhlfahrer zu steil ist, werden nun die Schwierigkeiten mit der Software erneut ein Thema.

Die bisherigen Testfahrten verliefen offenbar alles andere als zufriedenstellend. «Bekannt ist, dass der Zug zurzeit noch nicht in allen Punkten auf dem Stand ist, wie wir ihn gemäss SBB-Anforderungskatalog bestellt haben», lautet die Stellungnahme der SBB auf Anfrage von Radio SRF.

Bis zu einer Stunde Wartezeit

Ein Lokführer, der anonym bleiben will, sagt in der Sendung, dass die Softwareprobleme noch nicht behoben sind, wie mehrere Testfahrten gezeigt haben. Es sei normal, dass Züge und deren Software alle paar Tage wieder hochgefahren oder neu gestartet werden müssen. In der Regel dauere dies nicht lange.

Beim neuen, hochtechnologisierten Bombardier-Zug müssen aber Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf genommen werden. Damit werde das Einhalten des Fahrplans unmöglich, heisst es aus Lokführerkreisen.

Züge sollen 2018 eingeführt werden

Erst sechs der 62 bestellten Züge für rund 1,9 Milliarden Franken sind einsatzbereit, wie es im Bericht von Radio SRF weiter heisst. Für diese habe das Bundesamt für Verkehr (BAV) eine befristete Betriebsbewilligung erteilt.

Die SBB setzt die neuen Züge aber noch nicht ein. Geplant ist jedoch, die Fernverkehrszüge im Verlauf des Jahres 2018 schrittweise einzuführen.

kaf

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