Neue Ombudsstelle für Postfinance-Kunden

Mit dem Beitritt zur Bankiervereinigung muss sich die Staatsbank dem Schweizerischer Bankenombudsmann anschliessen.

Die Postfinance schliesst sich der Schweizerischen Bankiervereinigung an.

Die Postfinance schliesst sich der Schweizerischen Bankiervereinigung an.

(Bild: Keystone)

Mischa Stünzi

Die Postfinance ist neu Mitglied bei der Schweizerischen Bankiervereinigung. Der Verwaltungsrat der Branchenorganisation hat dem Beitrittsgesuch der Post-Tochter diese Woche zugestimmt. Die 1912 gegründete Bankiervereinigung vertritt die Interessen der Branche gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit im In- und Ausland und zählt rund 300 Mitglieder.

Die Postfinance tritt gemäss eigenen Angaben der Organisation bei, weil sie überzeugt ist, dass «im derzeit äusserst anspruchsvollen wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Umfeld eine gemeinsame Interessenvertretung der Schweizer Banken im Sinne des gesamten Schweizer Finanzplatzes ist». Mit dem Beitritt kann sich die gelbe Bank in den Arbeitsgruppen der Bankiervereinigung einbringen.

Seit 2013 besitzt die Postfinance eine Bankenlizenz und ist der Finanzmarktaufsicht unterstellt. Dennoch sind ihr im Kreditgeschäft die Hände gebunden. Ein Umstand, den die Post schon lange ändern möchte. Der neue Post-Präsident Urs Schwaller hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, der Postfinance den Zugang zum Kreditmarkt zu verschaffen.

Mit dem Beitritt zur Bankiervereinigung muss sich die Staatsbank dem Schweizerischer Bankenombudsmann anschliessen. Bisher war für Streitigkeiten zwischen Postfinance-Kunden und ihrer Bank eine eigene Schlichtungsstelle zuständig. 2014 gingen bei Ombudsfrau Carol Franklin Engler 145 Schlichtungsbegehren und Anfragen ein. Die Postfinance-Schlichtungsstelle werde per Ende Mai aufgelöst, sagt Postfinance-Sprecher Johannes Möri. Pendente Fälle würden von ihr zu Ende bearbeitet. Möri rechnet damit, dass das bis Ende Jahr erledigt ist.

Die Mitgliederbeiträge kosten die Postfinance jährlich über eine halbe Million Franken; für die Ombudsstelle werden weitere 100'000 Franken fällig.

Der Bund

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