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Nestlé weiht in Konolfingen neue Fabrik ein

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat am Donnerstag in Konolfingen in Anwesenheit von Bundesrat Johann Schneider-Ammann eine neue Fabrik für probiotische Säuglingsnahrung eingeweiht.

Der Neubau schafft in Konolfingen 370 neue Arbeitsplätze.
Der Neubau schafft in Konolfingen 370 neue Arbeitsplätze.
Keystone

Für dieses Produkt gebe es eine steigende Nachfrage von Kunden in mehr als 80 Ländern, teilte Nestlé mit. Die Investitionen für die neue Anlage beliefen sich auf über 200 Millionen Franken.

«Das ist ein wichtiger Tag für Nestlé in der Schweiz», sagte Konzernchef Paul Bulcke vor den Medien in Konolfingen. Denn Innovationen, wie sie Nestlé in Konolfingen erarbeite, seien für den Konzern besonders wichtig.

Kleinere Umweltbelastung

Mit der Einweihung schliesst Nestlé die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Emmentaler Standort ab. Über vier Jahre hinweg investierte der Konzern insgesamt 400 Millionen Franken in den Konolfinger Standort und schuf damit 370 neue Arbeitsplätze.

Dank dieser Investitionen sei Konolfingen zu einem weltweiten Kompetenzzentrum für Spezialnahrung geworden, sagte Nestlé- Konzernchef Bulcke. Von der neuen Produktionsanlage profitiere überdies das Produkt-Technologie-Zentrum, das sich ebenfalls in Konolfingen befindet.

Doch auch für die Region sei die Säuglings- und Gesundheitsnahrung ein wichtiger Absatzmarkt. Innerhalb der kommenden fünf Jahre werde die Fabrik doppelt so viel Milch einkaufen.

Bei Nestlé zeigt man sich besonders stolz über die Technologie, die in der neuen Fabrik zum Einsatz kommt. Die neuen Einrichtungen ermöglichen es laut dem Nahrungsmittelmulti, den Wasserverbrauch um ein Drittel zu senken. Beim CO2 betrage die Reduktion 58 Prozent, beim Energieverbrauch pro Tonne produzierter Ware 37 Prozent.

«Mutiger Schritt»

Bundesrat Schneider-Ammann sagte bei der offiziellen Einweihung der Fabrik, er gratuliere Nestlé «zum mutigen und zukunftsorientierten Schritt». Angesichts der Frankenstärke hätten sich nämlich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz in den letzten Monaten dramatisch verändert.

Umso mehr freue es ihn, dass ein Weltunternehmen wie Nestlé in den Produktionsstandort Schweiz investiere, fügte Schneider-Ammann an. Als Volkswirtschaftsminister wolle er sich weiterhin für gute Rahmenbedingungen einsetzen.

Bekannt ist der Standort Konolfingen seit jeher auch für die Herstellung der Stalden-Crème. Auch deshalb habe er sich auf den Anlass gefreut, sagte Schneider-Ammann. Da seine Grosseltern nicht weit von Konolfingen zuhause gewesen seien, sei für ihn Stalden ein wenig wie Heimat, fügte er an.

Insgesamt beschäftigt der Nestlé-Konzern in Konolfingen 770 Angestellte. Die Produktionskapazität beläuft sich hier auf 60'000 Tonnen pro Jahr.

SDA/bs

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