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National Suisse verdient so viel wie noch nie

Die Versicherungsgruppe National Suisse blickt auf ein Rekordjahr zurück. Der Basler Konzern konnte vor allem im Inland-Geschäft kräftig zulegen.

Nur die Resultate im Ausland enttäuschten: Konzernchef Hans Künzli.
Nur die Resultate im Ausland enttäuschten: Konzernchef Hans Künzli.
Keystone

Die Basler Versicherungsgruppe Nationale Suisse hat 2010 ein starkes Jahr erlebt. Das Spezialversicherungsgeschäft legte kräftig zu. Unter dem Strich verdiente die Gruppe so viel wie noch nie - und dies, obwohl das Geschäft in Belgien ein Klotz am Bein blieb.

Der Reingewinn kletterte um 20,6 Prozent auf 92,1 Millionen Franken, wie Nationale Suisse am Mittwoch bekannt gab. Damit wurde die Bestmarke aus dem Jahre 2007 übertroffen. Damals hatte die Gruppe einen Reingewinn von 88,2 Millionen Franken ausgewiesen - allerdings nach anderem Rechnungslegungsstandard.

Letztmals trug das Schweizer Kollektivleben-Geschäft zum Gewinn bei. Die Nationale Suisse hatte den Bereich auf Anfang 2011 an die Swiss Life verkauft. Im fortgeführten Geschäft wäre der Reingewinn der Nationale Suisse im vergangenen Jahr von 67,1 Millionen auf 82,7 Millionen Franken gestiegen.

Gewinnsteigerung in Schweiz

Vor allem in der Schweiz habe man die Gewinne steigern können, sagte Finanzchef Thomas Widmer auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die grösste Steigerung sei im hiesigen Einzelleben- Versicherungsgeschäft gelungen. Allerdings verdiente auch das Schweizer Nicht-Lebengeschäft deutlich mehr.

Dagegen sei das Resultat im Ausland enttäuschend. Im Nicht- Lebengeschäft musste die Nationale Suisse einen Verlust von 3,8 Millionen Franken hinnehmen nach einem Gewinn von 2,2 Millionen Franken ein Jahr zuvor. Schuld sei das Geschäft in Belgien, das Nationale ein Minus von 10 Millionen bis 15 Millionen Franken eingebrockt habe. Gut gearbeitet hätten indes die Gesellschaften in Italien, Deutschland und Spanien, sagte Konzernchef Hans Künzle.

Insgesamt konnte die Nationale Suisse die Profitabilität im Nichtlebengeschäft steigern. Die Combined Ratio, die Kosten für Schäden und Administration an den Prämieneinnahmen misst, verbesserte sich um 0,7 auf 96,6 Prozent. Solange der Wert unter 100 Prozent liegt, arbeitet ein Versicherer profitabel.

Ehrgeizige Ziele

Die Bruttoprämien des Versicherers legten um 4,8 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken zu. Ohne die Franken-Aufwertung wäre die Nationale Suisse gar um 7,8 Prozent gewachsen.

Das Plus ist dem kräftigen Wachstum bei den Spezialversicherungen zu verdanken. Dazu gehören Transport-, Reise- und Kunstversicherungen, Restschuldversicherungen und Angebote für sehr reiche Kunden. Deren Bruttoprämien legten um beinahe 30 Prozent auf 490 Millionen Franken zu. Dagegen schrumpften die Prämien von Privat- und Geschäftskunden um gut 2 Prozent auf 1,064 Milliarden Franken.

Die Spezialversicherungen machten damit bereits fast ein Drittel des gesamten Prämienvolumens aus, sagte Spartenleiter Stefan Zemp. Und sie sollen weiterhin kräftig zulegen. Bis 2013 sollen die Spezialversicherungen einen Anteil von 40 Prozent ausmachen. Damit würden sie ein Prämienvolumen von rund 700 Millionen Franken erreichen.

Der Wermutstropfen bleibt indes das Geschäft in Belgien. Die Sanierung dürfte noch zwei bis drei Jahre dauern, sagte Zemp. Trotz der Schwierigkeiten wolle die Nationale Suisse aus dem Land nicht aussteigen, sagte Künzle.

Ingesamt setzt sich der Versicherer ehrgeizige Ziele. Bis 2013 sollen die Bruttoprämien währungsbereinigt um mindestens 4 Prozent jährlich zulegen. Zudem strebe man einen Reingewinn im fortgeführten Geschäft von über 90 Millionen Franken an, sagte Künzle.

SDA/mrs

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