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Mayers Steueroptimierungs-Trick

Die Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat einen Plan, wie sie die 40 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an Alibaba steuerfrei in Gewinne umwandeln will. Die Investoren jubeln.

Begeistert die Yahoo-Aktionäre: Marissa Mayer am WEF in Davos. (22. Januar 2015)
Begeistert die Yahoo-Aktionäre: Marissa Mayer am WEF in Davos. (22. Januar 2015)
Keystone

Durch die Ausgliederung wertvoller Anteile am chinesischen Online-Handelskonzern Alibaba in eine eigenständige Gesellschaft will der Internet-Konzern Yahoo Milliarden an Steuern sparen. Aktionäre sind begeistert – die Aktie schiesst nach oben.

Yahoo will seine knapp 40 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an Alibaba steuerfrei in Gewinne für seine Aktionäre verwandeln. Zu dem Zweck soll der Alibaba-Anteil in Höhe von 15 Prozent nach Ablauf der Haltefrist im vierten Quartal als eigenständige Gesellschaft namens SpinCo an die Börse gebracht werden, wie Yahoo am Dienstag ankündigte.

Yahoo-Aktie gewinnt acht Prozent

«Wir haben unermüdlich an einer Lösung für eine steuer-effiziente Alternative gearbeitet, die den Wert unserer Alibaba-Investition für unsere Aktionäre maximiert», sagte Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Am Markt kamen die Neuigkeiten sehr gut an – die Yahoo-Aktie stieg nachbörslich um fast acht Prozent.

Der Trick soll funktionieren, weil das Manöver nur Aktien umfasst, worauf in den USA keine Steuern anfallen. Aktionäre müssen nur an den Fiskus zahlen, wenn sie die SpinCo-Anteile veräussern.

Gewinn eingebrochen

Alibaba hatte im September den grössten Börsengang aller Zeiten in den USA gestemmt, Yahoo zählte als einer der frühen Investoren zu den grossen Profiteuren. Seitdem stand der Konzern jedoch unter Druck, Aktionäre am Ertrag zu beteiligen. Vor allem der New Yorker Hedgefonds Starboard Value hatte Yahoo-Chefin Mayer unter Druck gesetzt, eine steuersparende Lösung zu finden.

Angesichts der Pläne für die Alibaba-Beteiligung gerieten Yahoos parallel veröffentlichte Geschäftszahlen in den Hintergrund. Im vierten Quartal verdiente Yahoo deutlich weniger. Das Nettoergebnis brach auf 166 Millionen Dollar von 348 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum ein.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht auf 1,18 Milliarden Dollar und traf damit in etwa die Markterwartungen.

Erfolge konnte Yahoo erneut im umkämpften und zukunftsträchtigen mobilen Geschäft verbuchen. Hier zog der Umsatz zum Vorquartal, in dem erstmals Zahlen für diese Sparte ausgewiesen worden waren, um 23 Prozent auf 254 Millionen Dollar an.

SDA/chk

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