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Maschmeyer zeigt Bank Sarasin an

Der millionenschwere deutsche Unternehmer Carsten Maschmeyer macht seine Drohungen wahr: Er erstattet laut einem Bericht Strafanzeige gegen die Bank Sarasin. Der Steuerstreit geht damit in die nächste Runde.

Sollen von einer Gesetzeslücke profitiert haben: Der deutsche Unternehmer Carsten Maschmeyer und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Veronica Ferres.
Sollen von einer Gesetzeslücke profitiert haben: Der deutsche Unternehmer Carsten Maschmeyer und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Veronica Ferres.
Reuters

Der Streit zwischen Carsten Maschmeyer und Eric Sarasin ist offenbar definitiv eskaliert: Laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (SZ) hat der deutsche Investor Anzeige gegen die Schweizer Bank J. Safra Sarasin erstattet, wegen Verletzung des Bankgeheimnisses. Anlass ist ein Artikel des deutschen Magazins «Stern», in dem Maschmeyer wegen Kapitalanlagen in Fonds aus Steueroasen heftig attackiert wird.

Dem «Stern» vorliegende Unterlagen sollen zeigen, dass Maschmeyer insgesamt über 55 Millionen in diese Fonds investierte. In einem Paket steckte auch Geld seiner Verlobten, der Schauspielerin Veronica Ferres. Diversen Dokumenten zufolge soll es das Ziel der Fonds gewesen sein, mit dubiosen Aktiendeals den deutschen Fiskus zu umgehen. Ob es sich bei diesen Geschäften um zulässige oder missbräuchliche Steuergestaltung handelt, klärt die deutsche Justiz derzeit ab.

Kein Kommentar von der Bank Sarasin

Die Investitionen liefen offenbar über die Bank Sarasin. Maschmeyer hege nun den Verdacht, dass von dort ein Teil der Informationen kam, die der «Stern» veröffentlichte. Dies gelte insbesondere für ein im Magazin abgedrucktes Dokument aus dem Basler Institut.

Die Strafanzeige ist laut der SZ nur die erste von mehreren, bereits angekündigten Attacken. Eine Anzeige wegen Betrugs und Schadensersatzklagen sollten noch folgen. Maschmeyer wirft der Bank Sarasin vor, sie habe ihn nicht darüber informiert, dass die Fonds auf fragwürdigen Steuermodellen beruhten. Er hatte mit den vielversprechenden Geldanlagen bislang nur Minus-Geschäfte gemacht.

Die Bank Sarasin will Maschmeyers Anzeige gegenüber der SZ nicht kommentieren, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. In der Vergangenheit hatte sie ähnliche Vorwürfe entweder abgestritten oder darauf verwiesen, dass es um Handlungen aus der Vergangenheit gehe, als Sarasin noch einen anderen Mehrheitseigner gehabt hatte.

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