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Manchester United geht in New York an die Börse

Der wertvollste Fussballclub der Welt hat sich die USA für seinen Börsengang ausgesucht. In New York will der Verein bis zu hundert Millionen Dollar einsammeln – mithilfe der Credit Suisse.

Wird Manchester United auch auf dem Börsenparkett zum Überflieger? Wayne Rooney, der Stürmerstar der «Roten Teufel». (11. März 2012)
Wird Manchester United auch auf dem Börsenparkett zum Überflieger? Wayne Rooney, der Stürmerstar der «Roten Teufel». (11. März 2012)
Keystone

Der englische Fussball-Rekordmeister hat gestern einen Antrag auf eine Erstemission (IPO) bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Die Notierung ist demnach an der New York Stock Exchange geplant.

Im vorläufigen Börsenprospekt wurde das Volumen zunächst mit bis zu 100 Millionen Dollar angegeben. Der Einzelpreis der Aktie und das Datum des Börsengangs sind noch offen. Als Konsortialführer sollen unter anderen die Deutsche Bank und Credit Suisse fungieren.

New York ist nur dritte Wahl

Ursprünglich wollte der Club an die Hongkonger Börse. Das danach ins Auge gefasste Ziel Singapur scheiterte Kreisen zufolge, weil Manchester wegen Verzögerungen bei der IPO-Genehmigung frustriert gewesen sei.

Manchester United ist im Besitz der US-Familie Glazer, die in ihrer Heimat auch das Football-Team Tampa Bay Buccaneers kontrolliert. Der Milliardär Malcolm Glazer und seine Familie hatten Manchester United im Jahr 2005 für 790 Millionen Pfund (heute gut 1,1 Milliarden Franken) gekauft. Das Unternehmen war damals an der Londoner Börse notiert.

Familienimperium Glazer

Zu dem Familienimperium der Glazers gehört auch ein Unternehmen, dass Shoppingzentren besitzt und vermietet. Die Familie ist in Grossbritannien unbeliebt, weil sie dem Club mit der Übernahme hohe Schulden aufgebürdet hat.

Manchester United ist nach einer Rangliste des US-Magazins «Forbes» der wertvollste Fussballverein der Welt mit 2,2 Milliarden Dollar noch vor Real Madrid mit 1,9 Milliarden Dollar und dem FC Barcelona mit 1,3 Milliarden Dollar. Manchester sei sogar der wertvollste Sportclub überhaupt, schreibt «Forbes».

SDA/ses

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