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Londoner Banker verdienen trotz Bonisteuer mehr

Banker in der britischen Finanzmetropole erhalten zwar niedrigere Sonderzahlungen, verdienen aber immer noch überdurchschnittlich gut. Das hat einen einfachen Grund.

Lassen es sich gut gehen: Banker in der Londoner City.
Lassen es sich gut gehen: Banker in der Londoner City.
Keystone

Höhere Grundgehälter hätten die geringeren Boni der Banker im Londoner Finanzbezirk City mehr als ausgeglichen, ergab eine Studie des Forschungsinstituts cebr. «Das cebr schätzt, dass das durchschnittliche Grundgehalt in der City im ersten Quartal 2011 sieben Prozent höher lag als ein Jahr zuvor und damit deutlich über dem Zuwachs von zwei Prozent in Grossbritannien insgesamt», hiess es in der am Dienstag publizierten Studie.

Die Boni sanken laut cebr zwar in der gleichen Zeit um acht Prozent. Doch unter dem Strich hätten die niedrigeren Sonderzahlungen «der Kultur hoher Gehälter in der City kein Ende gebracht», erklärte das cebr.

Konkurrenz in Asien

Hohe Boni in der Finanzbranche gelten als ein Grund für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Aussicht auf die Zusatzzahlungen hätten die Banker zu hohen Risiken verleitet. Die britische Regierung führte daher in Konsequenz der Krise eine Steuer auf Boni ein und mahnte die Banken, Zurückhaltung bei den Boni zu üben.

Das cebr merkte allerdings an, die City befinde sich im internationalen Wettbewerb. Würden dort nicht weiterhin hohe Gehälter gezahlt, wanderten die Banker in dieser hochgradig internationalisierten Branche nach Asien ab, etwa in die Finanzzentren Shanghai und Singapur.

SDA/jak

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